Reflexion

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Mit Reflexion zu neuen Zielen

Schulentwicklungsprozesse dienen der Verbesserung der Qualität der Ganztagsschule, man kann also auch sagen, dass Schulen, ebenso wie ihre Schülerinnen und Schüler, ständig lernen. Die dazugehörigen Elemente sind Unterrichts-, Organisations- und Personalentwicklung. Auf allen drei Ebenen werden beim Schulentwicklungsprozess Ziele definiert, Aktivitäten zu deren Erreichung geplant und die Ergebnisse evaluiert.
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Kollegiale Hospitation

Die Schulglocke läutet, der Lehrer schließt die Tür. Lehrer verstehen sich vielerorts als „Einzelkämpfer“. Ihre Arbeit findet hinter verschlossenen Türen statt, wo dann unbemerkt entweder guter oder schlechter Unterricht gehalten wird. In etlichen Kollegien weiß man nur über den Umweg der Schüler, wie jeweils andere Kollegen pädagogisch arbeiten. Kollegiale Hospitationen als hauseigene Rückmeldeformen werden mit der Entwicklung der Ganztagsschulen zu einer weiteren Stellschraube für erfolgreiche Schulentwicklung.
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„Eine Klasse voller Asse“

Der Vorschlag zu dem Projekt „Ganztagsklasse am HWG“ kam 2008 aus dem Kollegium. Fast einstimmig beauftragte die Gesamtkonferenz des über 50 Jahre alten Gymnasiums die Steuergruppe „Selbständige Schule“ mit der Konzeptentwicklung. Nach neunmonatiger Vorbereitungszeit startete im Schuljahr 2009/10 das Modellvorhaben mit einem Team aus acht Lehrerinnen und Lehrern, einer Integrationslehrerin und einem Integrationshelfer sowie einem Sozialpädagogen und einer Erzieherin. Herr Wagner, der die Schule seit 19 Jahren leitet, weist stolz darauf hin, dass über 70 Prozent der Kollegen dieses Projekt unterstützten, z.B. durch die Bereitstellung von Deputatstunden, und mittlerweile die Initiativen für viele der damit verbundenen, für ein traditionelles Gymnasium ungewohnten und mutigen Innovationen eher von den Kollegen als von ihm ausgehen.