Öffnung von Schule

Stühle im Stuhlkreis
© DKJS

Freude und Lust am Lernen entstehen auch durch die richtige Mischung von kognitiven, sozialen, emotionalen und kreativen Angeboten. Das gelingt besonders, wenn Schule in Kooperation mit Lehrkräften, pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und außerschulischen Kooperationspartnern systematisch im Ganztag zusammenarbeitet. Die Zeiten, in denen Schulen hermetisch abgeschlossene Systeme waren, gehören der Vergangenheit an. Viele Ganztagsschulen haben Vereinbarungen mit außerschulischen Partnern getroffen, kooperieren mit der Jugendhilfe, Inklusionsexpertinnen und -experten, Sportvereinen und Einrichtungen der kulturellen Bildung. Konsequente Voraussetzung hierfür sind multiprofessionelle Teams, die in transparenten und wertschätzenden Kommunikationsstrukturen gemeinsam die ganztägige Betreuung planen und durchführen. Probleme und Hürden auf dem Weg der Veränderung im Team zu lösen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Kunst besteht darin, ein pädagogisches Konzept zu entwickeln, in dem jeder sich mit seinem eigenen professionellen Selbstverständnis wiederfindet und Arbeitsteilung, gemeinsame Problemlösung und damit gegenseitige Entlastung ermöglicht werden.

Kooperationspartner müssen nicht zwingend zu den Schülerinnen und Schülern kommen – es geht auch umgekehrt. Öffnung von Schule bedeutet auch, andere Lernorte innerhalb und außerhalb der Schule zu eröffnen. Die Möglichkeit, veränderte Lernsettings in die Gestaltung des schulischen Alltags mit einzubeziehen, bietet eine Erweiterung an Lern- und Erfahrungszugängen und fördert so Motivation und Interesse. Verantwortung zu teilen und Zuständigkeiten nicht als Grenzen zu definieren – mit einem solchen Grundsatz können Kommunen daran gehen, Schule als einzigen Ort des Lernens abzulösen und neue Akteure auf der bildungspolitischen Bühne zusammenzubringen, um zu einer funktionierenden Bildungslandschaft zusammenzuwachsen.

Unterthemen im Überblick:

Ohne Hindernisse: Eine Schule für alle
© DKJS/D. Ibovnik

Praxis Ganztagsschule: Elternarbeit

Noch immer haben viele Eltern Hemmungen, mit der Schule einen guten Kontakt zu pflegen. Das Bild der "geschlossenen Gemeinschaft" ist noch in großen Teilen in der Elternschaft verankert. Mit dieser Feststellung leitet der Elternrat der Freiher-Spiegel-Schule in Halberstadt sein Konzept ein und weißt in diesem auf Bedingungen und Möglichkeiten einer fruchtbaren Kooperation hin.
1
© DKJS/D. Ibovnik

Praxishilfe für die Elternarbeit in der Ganztagsschule

Elternbeteiligung bedeutet die aktive Teilhabe von Eltern an schulischen Prozessen und das aktive Mitgestalten von Schul- und Unterrichtsentwicklung. Wie viel und wie erfolgreich sich Eltern in der Schule engagieren und an der Schulentwicklung mitwirken können, ist nicht nur von den gesetzlichen Möglichkeiten abhängig, sondern auch von den persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Eltern.
(c) DKJS / D. Ibovnik
© DKJS / D. Ibovnik

Eltern bei der Entwicklung der Ganztagsschule beteiligen

Warum ist es wichtig, Schüler und Eltern bei der Arbeit am und mit dem Schulprogramm einzubeziehen? Die aktuelle Debatte um die Entwicklung der Einzelschule ist eng verbunden mit der Forderung nach Beteiligungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten von Lehrkräften, Schülern und Eltern. Partizipation an der Schulprogrammarbeit sollte daher ein gewichtiges Qualitätskriterium sein.

Schulsozialarbeit steuern und qualifizieren

Die Broschüre stellt erfolgreiche Initiativen zur Qualifikation und Vernetzung von sozialpädagogischen Fachkräften und Lehrkräften vor. Dabei werden alle die angesprochen, die einen gemeinsamen Weg zur Erziehung, Förderung und Bildung der Kinder und Jugendlichen suchen. Das Magazin inform richtet sich an Fachkräfte, Träger, Verantwortliche von Jugendhilfe & Schule und bietet zum Thema Sozialarbeit …
(c) DKJS / D. Ibovnik
© DKJS/D. Ibovnik

Innerschulische Kooperation

Wie fördert und etabliert eine Schule ihre innerschulische Kooperation? Teamarbeit ist das Patentrezept für Fortschritt. Schulische Kooperationsforschung bestätigt, dass innerschulische Teamstrukturen zentrale Voraussetzung für die Entwicklung einer zukunftsorientierten Schule sind. Die Schaffung funktionaler Arbeitsstrukturen kann die verstärkte Zusammenarbeit leichter machen. Die Ganztagsschule öffnet Möglichkeiten für neue Teamwelten.