Lehr- und Lernformen

 Auftrag: Individualisierung
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Individualisierung

Der PISA-Schock hat zu einem neuen Lernverständnis geführt. Lernen wird verstärkt als Konstruktion von Wissen verstanden und hat an vielen Orten zu einer Veränderung des Unterrichts geführt. Selbstverantwortung und Selbstbestimmung von Schülerinnen und Schülern gelten als Prinzipien, damit Lernen in Eigenverantwortung gelingt. Da Lernen jedoch immer im sozialen und kulturellen Kontext geschieht, bleiben Beziehungen für die Gestaltung des Unterrichts elementar.
Kinderhände
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Soziales Engagement in der Ganztagsschule

Lernen nur im Unterricht? In einer Ganztagsschule ist das nicht denkbar, zu vielfältig sind die über den ganzen Tag verteilten Angebote. Da werden nicht nur Deutsch, Mathe und Geschichte gelernt, sondern auch Sport getrieben und kreativ gearbeitet. Und wie sieht es mit dem sozialen Engagement aus, haben die Kinder und Jugendlichen hierfür denn noch Zeit? Ja, haben sie, denn freiwilliges soziales Engagement hat in Ganztagsschulen seinen Platz, vielmehr, es wird sogar gebraucht, um Schulentwicklung zu betreiben.
(c) DKJS / D. Ibovnik
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Fördernde Lernkultur

Wenn Lernen nicht mehr ausschließlich vom Ergebnis her betrachtet wird, sondern der Weg des Lernens als Ziel begriffen wird, dann stellt sich unweigerlich die Frage nach den Methoden, wie man diesen Weg "sichtbar" machen kann. Es gibt hierfür verschiedene Möglichkeiten: Lernbüros und -werkstätten, Wochenpläne oder Projektunterricht.
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Ganztagsschule von jedem Ort aus

Es gibt viele Gründe, warum Schülerinnen und Schüler den Unterricht nicht besuchen können. Sei es für kurze Zeit aufgrund einer Erkrankung oder für einen längeren Zeiträume wegen einer Behinderung oder weil die Eltern beruflich im Ausland sind. Durch die Vernetzung mit dem Internet werden Barrieren überwunden und Unterricht möglich gemacht.
Abakus
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Das Rügener Inklusionsmodell (RIM)

Mit dem Rügener Inklusionsmodell wurde erstmals in Deutschland versucht, den US-amerikanische Response to Intervention-Ansatz (RTI) zu erproben. Hierbei handelt es sich um ein inklusionsorientiertes Beschulungskonzept, das sowohl auf die Prävention und Integration von bzw. bei sonderpädagogischem Förderbedarf als auch auf eine alternative Form der Feststellung von lern –und Entwicklungsbeeinträchtigungen abzielt.
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Inklusive Unterrichtsgestaltung

Lernen wie es allen gefällt, so lässt sich Lernen unter inklusivem Vorzeichen auf dem Punkt bringen. Was so leicht auszusprechen ist und Schülerinnen und Schüler motiviert, ist für Lehrkräfte eine große Herausforderung. Doch neue, neu entdeckte und auch altbekannte Methoden helfen dabei, diese zu meistern, mit großen Auswirkungen auf die Unterrichtsgestaltung.
Kinder beim Backen
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Gendersensible Ganztagsangebote

Ganztagsschulen haben einen Erziehungs- und Bildungsauftrag, der über das Unterrichten deutlich hinausgeht. Sie müssen Schülerinnen und Schüler in besonderem Maße bei ihren Identitäts- und Sozialisationsprozessen unterstützen. Dies gilt nicht nur für den Unterricht, sondern auch für die außerunterrichtlichen Angebote.
Fußballspielerin
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Gendersensibler Unterricht

Ob bewusst oder unbewusst, Lehrkräfte verhalten sich Mädchen und Jungen gegenüber im Unterricht verschieden. Auch die Kinder und Jugendlichen verhalten sich meist entsprechend der sozialen Rollen. Die Gefahr besteht, dass hierdurch Stereotypen verfestigt werden und damit Lernchancen vergeben werden.
Inklusive Medienbildung und Unterrichtsgestaltung
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Inklusive Medienbildung

Alle mitnehmen, das ist die Idee inklusiver Medienbildung. Für Menschen mit Behinderung stellt die Nutzung digitaler Medien eine zusätzliche Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe dar: Per Livestream können Veranstaltungen miterlebt werden, Texte können automatisch vorgelesen werden oder sind in leichter Sprache zugänglich. Besonders für Schulen erschließen sich durch den Einsatz dieser Medien neue Möglichkeiten einer inklusiven Unterrichtsgestaltung.
Kompetenzorientierung im Unterricht
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Kompetenzorientierung im Unterricht

Das Aufbrechen einer starren 45-Minuten-Taktung oder die Einführung von wechselnden Arbeitsformen, wie zum Beispiel Kleingruppenarbeit und Einzelarbeit, ermöglichen es Schülerinnen und Schülern, sich intensiver und individueller mit Unterrichtsthemen auseinander zu setzen. Die Ausrichtung auf Individualisierung und Kompetenzorientierung sind hilfreiche Konzepte für die Arbeit in Ganztagsschulen.