Bildungslandschaften

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"Schulen müssen Stadtteilzentren werden…"

… so der Bürgermeister der hessischen Stadt Viernheim, Matthias Baaß, "wenn sie den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gerecht werden wollen". Deshalb zog in Viernheim die kommunale Jugendförderung erstmalig 1993 in die Nähe einer Schule. Sozialpädagoginnen und -pädagogen sind inzwischen in „Stadtteilbüros“ an den Schulen aktiv, gestalten Beratungs- und Ganztagsangebote, sind Teil der schulischen Gremien und befördern die Öffnung der Schule zur Kommune.
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Neugestaltung von Bildungsräumen

Die Metapher der Bildungslandschaft, so der Bildungsforscher Jürgen Oelkers, beschreibt die Verkoppelung von brauchbaren Lernanschlüssen, bei denen auch das informelle Lernen Berücksichtigung findet. Sein Beitrag erörtert den Wert einer Bildung, die Übergänge ernst nimmt. Übergänge dürfen nicht nur dem Schüler überlassen bleiben, sondern müssen zur "Baustelle" der jeweiligen Pädagogen und kommunalen Verantwortlichen werden. Das ist für Oelkers der Kern erfolgreicher Bildungslandschaft.
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Schule schafft sich Traditionen

Die Herbert-Tschäpe-Oberschule fokussiert das Praxislernen. Betriebe und Gewerke des Umlandes werden in die Berufsfrühorientierung einbezogen. Der lebensnahe Unterricht begeistert die Schülerinnen und Schüler. Neben Berufen wird auch Fußball zum Lerngegenstand. Selbständige Lernprozesse werden neuerdings durch die Arbeit mit Logbüchern unterstützt.
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Schüler werden Kursleiter

An der Kieler Theodor-Storm-Schule können die Schüler aus 50 Kursangeboten auswählen. Neben außerschulischen Partnern leiten auch Schüler selbst Kurse und übernehmen so Verantwortung für ihre Schule. Durch das offene Ganztagsangebot hat die Schule ihre Türen weit für den Stadtteil geöffnet und versteht sich als Zentrum einer Bildungslandschaft.
Bildungslandschaft entwickeln

Bildungslandschaft entwickeln

Bernburg liegt im Herzen Sachsen-Anhalts. Wie andere Städte im Salzlandkreis ist Bernburg seit der Wende massiv vom demographischen Wandel erfasst. Die Bevölkerungszahl ist seit 1990 von 40.000 auf heute nur 30.000 Einwohner gesunken. 2003 waren 20 Prozent aller Schüler ohne Schulabschluss und meist sind es gerade die jungen qualifizierten Menschen, die abwandern. Die Folge für die Kommune sind unter anderem eine hohe Arbeitslosigkeit und gleichzeitig ein Mangel an Fachkräften für die regionale Wirtschaft.
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Über den Schulhof hinaus

„Integrierte Bildungslandschaften“ – dies ist ein sperriger und schillernder Begriff, der sich nicht auf Anhieb erschließt – besonders, weil er in so vielen Variationen und Kontexten verwendet wird: Lokale Bildungsplanung, Regionale Bildungsplanung, Integrierte Bildungsplanung, Lernen in Nachbarschaften, Lokale Bildungspartnerschaften ..., um nur einige zu nennen.