Lernende Schule

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Lernkultur, Schulkultur, Lebensweltorientierung und Öffnung von Schule stehen in enger Beziehung zueinander. Verändert man nur ein Rädchen im System, werden sich viele weitere automatisch mitbewegen. Häufig verlaufen Veränderungsprozesse zeitversetzt, mal bewegen sie sich auch parallel zueinander – immer verhalten sie sich jedoch dynamisch. Somit ist nur eine Schulgemeinschaft, die sich als lernendes und sich ständig verändernde Organisation begreift, überhaupt in der Lage, systematische Schulentwicklung zu betreiben. Dieses Selbstverständnis ist die Grundvoraussetzung allen möglichen Wandels.

Schulentwicklungsprozesse durchlaufen mehrere Phasen – von der Idee bis zur Evaluation. Sie bedürfen einer guten inner- und außerschulischen Koordination, bei der der Schulleitung sowie dem gesamten Schulmanagement eine zentrale Rolle zukommt. Gemeinsam im Schulteam eine Vision zu entwickeln steht am Beginn einer jeden Veränderung. Um sie Wirklichkeit werden zu lassen, braucht es die Bereitschaft und den Wunsch zu lernen durch Fort-und Weiterbildungen oder auch in Netzwerken. Diese Form des „Voneinander-Lernens“ hat sich für Schulentwicklungsprozesse als besonders fruchtbar herausgestellt. Sie ermöglichen die Reflexion eigener Veränderungsvorhaben sowohl im Schulteam und gemeinsam mit Netzwerkpartnern von außen.

Die Unterthemen im Überblick:

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Schulentwicklung - Ergebnisse des Hospitationsnetzwerks

Im Zentrum der Arbeit des Hospitationsnetzwerks stehen methodisch und thematisch vorbereitete und sehr intensiv moderierte Besuch von Einzelschulen. Bei diesem Besuch stehen angelehnt an das Profil der jeweiligen Schule zentrale Themen der Ganztagsschulentwicklung wie Rhythmisierung, Verzahnung von Vor- und Nachmittag, Entwicklung von professionsübergreifenden Teams u.a. schwerpunktmäßig im Fokus. Impulse aus den Veranstaltungen sollen in langfristig angelegten Prozessen an den besuchenden Schulen umgesetzt werden. Als besonders wertvoll wird dabei von den Schulen der länderübergreifende Austausch gewertet. Am Netzwerk sind die Serviceagenturen und Einzelschulen aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen beteiligt.

Viele Wege führen zur Qualität

Wie Sachsens Schulen Ganztagsangebote mit Qualität gestalten Es herrscht gespannte Stille im Internationalen Congress Center Dresden. Auf der Bühne haben Jugendliche in Jeans und weißen T-Shirts Platz genommen. Schwungvoll stimmt die Bläserklasse der Mittelschule Oelsnitz die Zuschauer für den beginnenden Tag. Über 800 Menschen sind zusammengekommen, um sich über Ganztagsangebote auszutauschen, Anregungen von Experten mitzunehmen und mehr darüber zu erfahren, was eine gute Schule ausmacht.

Steuergruppen: Unterstützer oder Kontrolleure?

Schulen haben sehr gute Erfahrungen mit der Einrichtung einer Steuergruppe gemacht. Sie wird vom Kollegium – manchmal nach Anfangsschwierigkeiten - als hilfreich und unterstützend eingeschätzt. Einige Schulen haben auch sehr gute Erfahrungen mit einer etwas abgewandelten Form von Steuergruppen gemacht, die zwar von der Aufgabenbeschreibung und ihrer Funktion der ursprünglichen Definition entsprechen, aber in der Zusammensetzung der Gruppe alternative Wege gefunden haben.
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Herausforderungen der Ganztagsschule

In dieser Werkstatt standen innerschulische, organisatorische Bedingungen und Gestaltungsansätze, Schulkonzeptionen und pädagogische Entwicklungsfragen im Mittelpunkt. Ziel war es, vorhandenes Wissen und Erfahrungsbestände in praktische Konzepte umzuwandeln, die in Schulen umgesetzt werden können. Die Werkstatt wurde vom Institut für Schulentwicklungsforschung der Technischen Universität Dortmund betreut und stand unter der Leitung von Prof. Dr. Heinz Günter Holtappels. Zu den Arbeitsschwerpunkten zählten: