Schüler:innen kennen ihre Ganztagsschule ganz genau, schließlich verbringen sie viel Zeit dort. Sie wissen selbst sehr gut, was sie zum Lernen brauchen und haben vielfältige Ideen, wie sich Lernthemen und Räume schüler:innengerecht gestalten lassen. Denn dort, wo sich Jugendliche mit ihren Bedürfnissen willkommen und wohl fühlen, gelingt das Lernen besser.
Beim Kongress tauschten sich in fünf Workshops die Schülervertreter:innen der Klassenstufen 7 bis 10 aus den verschiedensten Berliner Bezirken kreativ und schulübergreifend zu wichtigen Ganztags-Themen aus. Ihre Ergebnisse präsentierten sie anschließend der Öffentlichkeit sowie Bildungsstaatssekretärin Christina Henke.
Viele Jugendliche wünschten sich, dass es an ihren Ganztagsschulen mehr Möglichkeiten der Selbstbestimmung gibt, ihre Interessen und Themen einen Platz haben und nicht nur „die Lehrer aussuchen, dass wir aussuchen dürfen.“
„Ich finde gut, dass ich mir selbstständig meine Fünfminuten-Pause in der Stunde aussuchen kann“, so ein Schüler aus Marzahn-Hellersdorf. Ein anderer Jugendlicher begrüßt, dass man an seiner Schule selbstständig AGs gründen kann.
Jugendliche als Expert:innen ihrer Ganztagsschule müssen gehört werden
„Schule ist mehr als Unterricht. Sie ist Lernort, Treffpunkt, manchmal Bühne, manchmal Rückzugsort – und vor allem ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche einen großen Teil ihres Tages verbringen. Die einen begeistern sich für Robotik oder Schach, andere für Musik, Breakdance, Sport oder die Mitarbeit in einer Schülerfirma. Eine gute Ganztagsschule muss deshalb Raum für ganz unterschiedliche Begabungen und Interessen bieten. Deshalb ist es wichtig, dass die Ideen und Wünsche der Schülerinnen und Schüler gehört werden“, betonte Staatssekretärin Christina Henke.
Bereits im Vorfeld hatten die Jugendlichen, die sich in der Schülervertretung engagieren, an ihren Schulen Audiostatements und Post-its zu den Ganztagsthemen Zeit, Raum, Mitbestimmung und Bildungselemente eingesammelt. Als Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) wollten wissen: Was ist euch wichtig? Wo könnt ihr mitbestimmen an eurer Ganztagsschule?
Neben den Workshopergebnissen sind tolle Memes, Plakate, Pop-Ups, eine Performance und ein Rap entstanden.
Die Serviceagentur Ganztag Berlin wird nun die Ergebnisse des Schüler:innenkongresses auswerten. Entstehen soll daraus ein Produkt, mit dem möglichst viele Ganztagsschulen in Berlin weiterarbeiten können.
Der Schüler:innenkongress war eine gemeinsame Veranstaltung der Serviceagentur Ganztag Berlin mit den DKJS-Programmen Kulturagenten für kreative Schulen und proRespekt– gewaltfreie Schulen demokratisch gestalten und wurde gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.
