Eine personale Schnittstelle für den Nachmittag – Externe Ganztagsschulkoordination an der Grund- und Mittelschule Lenting

Grund- und Mittelschule Lenting
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Daten und Fakten
Schulform: Grund- und Mittelschule Ganztagsschulform: Grundschule: Verlängerte Mittagsbetreuung; Mittelschule: gebunden Schülerinnen und Schüler: 550 (davon 280 im Ganztag)
Lehrkräfte: 60
Weiteres päd. Personal: 10 + 20 AG-Leiter und -Leiterinnen

Die Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelschule Lenting können ab der fünften bis einschließlich der neunten Jahrgangsstufe eine gebundene Ganztagsklasse besuchen. Für die ersten bis vierten Klassen gibt es momentan eine verlängerte Mittagsbetreuung, ab dem Schuljahr 2017/18 voraussichtlich ein offenes Ganztagsangebot.
Wichtige Elemente auf dem Stundenplan der Ganztagsklassen sind Studierzeiten und Arbeitsgemeinschaften. Die Studierzeiten finden im Laufe des Unterrichtstages statt. Arbeitsgemeinschaften aus dem sportlichen und künstlerisch-musischen Bereich werden an drei Nachmittagen von überwiegend externen Partnern angeboten. Parallel zu den AGs gibt es an diesen drei Tagen zusätzliche Studierzeiten am Nachmittag, die die Jugendlichen bedarfsorientiert anstelle einer AG belegen können.
Für eine flexible Handhabung wie diese bedarf es eines hohen Maßes an Koordination und Kommunikation zwischen Lehrkräften und externen Partnern. Seit dem Schuljahr 2015/16 übernimmt dies eine Ganztageskoordinatorin des Kooperationspartners. Sie hält Kontakt zu den externen AG-Leiterinnen und Leitern und erstellt an den betreffenden Nachmittagen Studierzeitlisten.

Koordination und Information

An drei Tagen bildet die Ganztagskoordinatorin die Schnittstelle zwischen den Lehrkräften und den externen Partnern bzw. AG-Leiterinnen und -Leitern. Sie trägt die Verantwortung dafür, dass am Nachmittag jeder Schüler bzw. jede Schülerin weiß, welches Angebot er/sie besucht, die angewählte AG oder die zusätzliche Nachmittagsstudierzeit. Daneben können auch Lehrkräfte und AG-Leitung jederzeit einsehen, wo sich die einzelnen Schüler aufhalten. Die Entscheidung, ob die Jugendlichen in die Studierzeit gehen, trifft der jeweilige Klassenleiter in Rücksprache mit dem Schüler/der Schülerin. Die Klassenleiter müssen die Ganztagskoordinatorin an den betreffenden Nachmittagen bis spätestens 13 Uhr darüber informieren, wer die Studierzeit besuchen wird. Die Entscheidung wird klassenweise in die Studierzeitliste eingetragen und unterschrieben.
Die Studierzeitlisten werden für jeden Nachmittag neu ausgestellt. Die Klassenstufen fünf und sechs sowie sieben und acht besuchen jahrgangsübergreifend AGs und werden jeweils gemeinsam gelistet. Zunächst werden die stattfindenden AGs, sowie die Studierzeit aufgeführt, samt Leiter, Veranstaltungsort und Teilnehmerzahl. Darunter folgen die Schülerlisten der Klassen, hinter dem Namen steht die angewählte AG, daneben gibt es eine Spalte für Bemerkungen durch den Klassenleiter. Hier wird beispielsweise der Grund für den Besuch der Studierzeit angegeben oder ein „k“ für krank vermerkt. Anschließend unterschreiben die Klassenleiter.
Sollten Probleme mit einzelnen Schülerinnen oder Schülern in AG Stunden auftreten, soll das von den AG-Leitern der Ganztagsschulkoordinatorin rückgemeldet werden. Diese gibt die Information an die Klassenleiter weiter, diese wiederum vermerken eine Notiz an die Eltern.

Öffnung von Schule als Entlastung

Mit der Einstellung der Ganztagsschulkoordinatorin gab das Kollegium der Grund- und Mittelschule wichtige Befugnisse in externe Hände. Die Koordinatiorin sitzt gewissermaßen am „Schalthebel“ des Nachmittages an drei Tagen. Sie trägt Sorge für die Organisation, kann Auskünfte über den Verbleib von Schülerinnen und Schülern geben und steuert die Rückmeldung von AG-Leitern zu Klassenleitern und umgekehrt.
Trotz des relativ hohen bürokratischen Aufwandes, sind die Studierzeitlisten fester Bestandteil des Nachmittagsbetriebs. Dem Kollegium ist es von jeher ein wichtiges Anliegen, auch an den AG-Nachmittagen ein flexibles und dem täglichen Bedarf der Schülerinnen und Schüler angepasstes Lern- und Förderangebot zu schalten. Das kommt den Schülern zugute, die Nachholbedarf haben oder sich auf anstehende Klassenarbeiten vorbereiten wollen und dafür die bewährten Studierzeiten zusätzlich nutzen wollen. Die Schülerschaft hat dieses Verfahren längst akzeptiert und tauscht gerne bei Bedarf die gewählte AG gegen die Extrastudierzeit aus.

 

Adresse
Grund- und Mittelschule Lenting Ernst-Rauwolf-Str. 1
85101 Lenting
vs-lenting@t-online.de

Material zum Download

AG Einteilung Muster