Eine Gemeinschaft für neue Schulräume

Eine Gemeinschaft für neue Schulräume
(C) DKJS Pierro

Die Ansprüche an einen Raum können sehr unterschiedlich sein. In Bezug auf die Ausgestaltung von schulischen Räumen allerdings, sollte die Architektur vor allem eines: eine anregende, gute Lernatmosphäre für diejenigen bieten, die sich die meiste Zeit des Tages darin aufhalten. Niemand könnte besser beschreiben, wie solche Orte aussehen sollen, als die Beteiligten selbst. Im Fokus stehen dabei vor allem die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler. Meist wissen sie sehr genau, wie ein guter Lernort gestaltet sein sollte. Aber auch der Blick von außen – von Eltern, von außerschulischen Partnern, etc. – öffnet die Gemeinschaft und kann kreative Ideen für bereits vorhandene Räume aufzeigen.

In der Einbeziehung vieler unterschiedlicher Gruppen liegt nicht nur ein hohes kreatives Potential. Gemeinsames Gestalten steigert auch die Identifikation und macht Schule zu einem Lebensort aller am Schulleben Beteiligter. Um die Interessen zu bündeln und Wünsche und Visionen in eine konkrete Realisierung zu überführen, ist es hilfreich, den Umbau und den Prozess von Moderatoren und Architekten begleiten zu lassen. Für das Portal wurden Praxisbeispiele und Materialien zusammengestellt, die als „Werkzeugkasten zur Partizipation“ genutzt werden können. Ein weiteres Beispiel für ein passendes Beteiligungsformat stellt auch die Zukunftswerkstatt dar.

Die Laagbergschule in Wolfsburg hat eine liebevoll gepflegte Schulbibliothek. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gestaltete der Leipziger Künstler Ulf Puder ein „raumstück“ für die Bibliothek, die sich damals im Aufbau befand. Entstanden ist ein begehbarer Bücherraum – ein Raum im Raum – zum Schmökern, Ausruhen und Recherchieren. Weitere Informationen zum Projekt und dessen Verlauf sind hier zu finden.

Die Schloss-Schule in Ludwigshafen beschreibt in ihrem Erfahrungsbericht „Farbe für die Schule“, wie ihre Schülerinnen und Schüler nicht nur Farbe und Licht ins Schulgebäude brachten, sondern gleichzeitig Kompetenzen wie eigenverantwortliches Lernen, Verantwortungsübernahme und relevante lerncurriculare Anforderungen im Projekt Anwendung fanden.