Kinder am Schreibtisch

Für die einen sind sie "Hausfriedensbruch", für die anderen zentrales Element guten Unterrichts: Hausaufgaben. Wenige Schulthemen werden so emotional diskutiert. Dabei sind sich alle einig, dass Unterrichtsstoff vertieft und selbständiges Arbeiten gelernt werden soll. Doch welcher Ort und welche Methode sind dafür geeignet? Ganztagsschulen bieten die Voraussetzungen, diese Lernziele in den Schultag zu integrieren und die Freizeit der Kinder und Jugendlichen aufgabenfrei zu halten. Lernzeiten, Wochenpläne und Lehrkräfte als Feedbackgeber sind nur einige Alternativen zum klassischen Hausaufgaben-Konzept. Damit dies gelingt, werden mutige Ideen und eine gelungene Rhythmisierung gebraucht.

In diesem Monat beschäftigen wir uns mit folgenden Fragen:

Wie können Lernzeiten – insbesondere in den offenen Ganztag - integriert werden?

Wie können Eltern in den Schulalltag eingebunden werden, wenn das Lernen ausschließlich an der Schule stattfindet?

Hausaufgabenraum, Klassenzimmer, Sitzecke – wie können die Schulräume selbstorganisiertes Lernen unterstützen?

Lernzeiten am Gymnasium

Gelerntes vertiefen, Zeit zum Üben, selbständiges Lernen entwickeln - Hausaufgaben sind ein etabliertes schulisches Element, und die Ganztagsschule hat es noch immer nicht leicht andere Formate zu entwickeln und nachhaltig zu implementieren. Trotzdem wird das Lernen ohne „Nacharbeiten“ zuhause mit dem Besuch einer Ganztagsschule immer selbstverständlicher.

Probleme mit Hausaufgaben

Hausaufgaben fördern selbstreguliertes Lernen. Eine zentrale Aufgabe der Hausaufgaben war und ist es, diese Kompetenz entfalten zu helfen. Sich in Wissen vertiefen, knifflige Probleme möglichst alleine zu bewältigen, aber vor allem üben und damit fördern. Das sind die Ziele für das Format Hausaufgaben. Eltern schlüpfen dabei immer wieder in die Rolle von "Hilfslehrern". Allerdings nicht immer mit den gleichen Erfolgen und nicht bei allen Kindern.