Perspektive Beruf

Bundesland

  • Saarland

Die Schüler/innen der Gesamtschule Neunkirchen durchlaufen an einem Tag pro Woche ein einjähriges Betriebspraktikum. Ein Eignungstest sagt ihnen, ob sie für den beruflichen Alltag gut gewappnet sind

Projektdaten

Klassenstufen: 9
Anzahl der Schüler/innen: 20–25
Anzahl der Lehrer/innen: 1
Fachbereiche: Wahlpflichtbereich II
Wochenstunden: 1 Tag/Woche
Das Projekt

In einem Berufspraktikum sollen die Schülerinnen und Schüler die betriebliche Realität in der Praxis kennen lernen und diese mit eigenen Fähigkeiten und Arbeitsmarkterwartungen koordinieren, um sich einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu erschließen. Die Zielsetzung dabei ist die Motivationssteigerung für einen guten Schulabschluss.

Der Auslöser

Der Auslöser waren schulinterne Fortbildungen zum Thema „Schule und Beruf“, da die Schule einen Handlungsbedarf ausgemacht hat.

Der Weg

Zunächst erfolgt eine systematische Projektplanung im Rahmen einer Fortbildung mit detaillierten und formalisierten Leistungsbeschreibungen. Die Schule arbeitet eng mit Schulsozialarbeit, Betrieben, Handwerkskammer und Ministerium zusammen. Die Durchführung des Projekts beinhaltet ganzjährig einen Praktikumstag pro Woche im Betrieb mit einer Vorlaufphase in der Schule. Es finden regelmäßige Kontaktgespräche zwischen Schule und Betrieb statt. Die betriebliche Einschätzung fließt in die Notengebung des Wahlpflichtbereichs II mit ein. Abschließend erfolgt eine Evaluation durch Betrieb, Schule und Praktikumsplatz.

Probleme und Lösungen

Das Problem der Informationsdefizite zwischen den Partnern lösten wir mit einem Kontaktlehrer. Um der Realitätsferne bezüglich den Anforderungen im Berufsleben und der Selbsteinschätzung der Schüler/innen vorzubeugen, führt das Berufs-Informations-Zentrum (BIZ) psychische Eignungs- und Einschätzungstests durch.

Schule
Schulname
Gesamtschule Neunkirchen
Schulart
Gesamtschule
Schulangebote
gebunden
Schulanschrift

Gesamtschule Neunkirchen Haspelstr. 66538 Neunkirchen

E-Mail
info@gesamtschule-neunkirchen.de
Anzahl der Schüler/innen
830
Anzahl der Lehrer/innen
71
Sonstiges pädogogisches Personal
3 Sozialarbeiter/innen, 3 Referendare, 1 Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache
Ansatz der Schule

Integration; Teamstruktur

Zeitstruktur

die 6. Stunde ist pädagogischen Anliegen vorbehalten und wird von den Tutor/innen sowie Schüler/innen gestaltet

Netzwerke der Schule

Schule ohne Rassismus; Netzwerk Integration; Schulen ans Netz (SAN)

Programme der Schule

Modellversuche der Schule

Unsere Schule (ibbw; IFK): schulinterne Arbeitsgruppen zur Schulentwicklung

Wettbewerbe der Schule

Computerlotsen; ChemEx

Sozialraum der Schule

städtisch; sozialer Brennpunkt; hohe Arbeitslosigkeit. Vielfach sozialkompensatorische Wirkung (Hilfe zur Zielorientierung, Perspektivfindung); Präventionsarbeit in verschiedenen Bereichen; Sensibilisierung für musisch-kulturelle Erfahrungswelt

Zusammensetzung

hoher Migrationshintergrund; sonderpädagogischer Förderbedarf für Kinder mit Lernproblemen

Besonderheiten

Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe (Leistungskurs Wirtschaftswissenschaften ist Pflicht); Schulsozialarbeit: Zusammenarbeit mit Paritätischem Bildungswerk im Bereich Deutsch als Fremdsprache; Profilfach „Musisch-kulturelle Erziehung“ im Wahlpflichtbereich; Partnerschule im grenznahen Frankreich auf der Basis der Durchführung grenzüberschreitender Projekte im sprachlichen und musisch- kulturellen Bereich; Schulsanitätsdienst: Ausbildung zu Sanitäter/innen, medizinische Erstversorgung

Referenzen

Das Projekt wurde als gutes Praxisbeispiel auf dem 1. Ganztagsschulkongress 2004 vorgestellt. Die Nominierung der Schule erfolgte durch das Ministerium des Landes.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Autoren

  • Armin Walz