Individualisiertes Lernen - Chancen für alle

"Diversity-Management" in der Ganztagsschule

Chancengerechtigkeit in der Ganztagsschule bedeutet, dass sich Lehrerinnen und Lehrer nicht auf einen "imaginären Durchschnittschüler" einstellen, sondern vielmehr Lernangebote unterbreiten, die auf individuelle Unterschiede von Schülerinnen und Schülern Rücksicht nehmen. Der verantwortliche Umgang mit Heterogenität ist mehr als nur eine pädagogische Herausforderung, es ist vielmehr der Weg zu einer "Schule für alle".

Die Lehr-Lernforschung beschreibt adaptiven Unterricht als gestaltete Lernumgebungen. Und die Schülerinnen und Schüler werden dort abgeholt, wo sie stehen. Auf der Grundlage von Kompetenzrastern werden individuelle Lernausgangslagen bestimmt. Damit werden für den einzelnen Lernenden Entwicklungsziele formuliert, die durch die Bewältigung unterschiedlichster Aufgabenformate erreicht werden können. 

Umgang mit Heterogenität

Eine gute Ganztagsschule stellt sich die Frage, inwieweit es in ihren Lehr- und Lernangeboten um einen erfolgreichen Umgang mit Heterogenität geht. Damit ist gemeint, dass Talente und Interessen Einzelner geweckt oder gefördert werden, und dass andere Schülerinnen und Schüler unterstützt und begleitet werden, um Defizite

Die Max-Brauer-Schule in Hamburg hat dafür das Prinzip des "Lernbüro" eingerichtet, an der Reformschule Winterhude gibt es das Lernkonzept "KuBa".
 auszugleichen. Die Wahrnehmung und pädagogische Berücksichtigung der individuellen Unterschiede von Schülerinnen und Schülern ist eine elementare Aufgabe der Lehrkräfte. Das Landesinstitut für Schulentwicklung Baden-Württemberg hat die Broschüre "Lernen im Fokus der Kompetenzorientierung. Individuelles Fördern in der Schule durch Beobachten – Beschreiben – Bewerten – Begleiten" hierzu herausgegeben . Material öffnen
 
"Mit Kompetenzrastern dem Lernen auf der Spur"
 
Selbstgesteuerte, selbstorganisierte Lernprozesse bedürfen einer hohen Verbindlichkeit, damit sie gelingen können. Individualisierte Lernarrangements haben mit der Einführung von Kompetenzrastern eine Ausgangsbasis gewonnen, von der aus individuell vereinbarte Lernziele benannt werden können. Die damit einhergehende Orientierung gibt nicht nur auf Seiten der Lernenden, sondern auch auf der Seite der Lehrerinnen und Lehrer Sicherheit. Gleich einem Kompass kann jedem Schüler ein persönlicher Weg erschlossen werden. Das Material des Landesinsituts für Schulentwicklung Baden-Württemberg stellt eine umfassende Darstellung der Arbeit in Lernlandschaften mit Kompetenzrastern, Lernerfolgslisten und Lernjobs dar. Material öffnen
 
 
10.10.2013
www.ganztaegig-lernen.de

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