Ganztagssschule aus Sicht der Lehr- und Fachkräfte

DKJS/D. Ibovnik
© DKJS/D. Ibovnik

Wenn an Ganztagsschulen verschiedene Professionen zusammenarbeiten, zeigt sich immer wieder, dass klare Absprachen sowie eine gemeinsame Ganztagsphilosophie und ein gemeinsames Schulkonzept sich positiv auf die Arbeitszufriedenheit auswirken. Daher lohnt es sich, einen Blick auf die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte und pädagogischen Fachkräfte zu werfen.

Hier findet man Unterschiede zwischen den Bereichen der Primar- und der Sekundarstufe I. Während im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel Lehrkräfte vorwiegend am Vormittag und pädagogische Fachkräfte am Nachmittag eingesetzt werden, gestalten in der Sekundarstufe I hauptsächlich Lehrkräfte den Nachmittag. Die Ausdehnung der Arbeitszeit in den Nachmittag macht ihren Wunsch nach einem eigenen, gut ausgestatteten Arbeitsplatz außerhalb des Lehrerzimmers nachvollziehbar. Bei den pädagogischen Fachkräften kann eine ungewollte Teilzeitbeschäftigung einen Einfluss auf die Berufszufriedenheit haben.

Die Arbeitsplatzbedingungen und die Berufszufriedenheit wurden im Rahmen der Bildungsberichterstattung Ganztagsschule Nordrhein-Westfahlen (BiGa NRW 2012) durch das Institut für soziale Arbeit e. V. und den Forschungsverbund aus Deutschem Jugendinstitut (DJI) und TU Dortmund in den Blick genommen. Hierzu gehören auch die subjektiv empfundenen Belastungen wie z. B. Geräuschpegel, Verhaltensauffälligkeiten von Schülerinnen und Schülern oder die Zusammenarbeit mit Eltern. Die Ergebnisse der Untersuchung hier öffnen.

Wie sehen die Lehrkräfte der Sekundarstufe I ihren „Arbeitsplatz Ganztagsschule“? Wie stellt sich ihre veränderte Arbeitssituation dar und welche Haltung haben sie gegenüber dem Ganztag? Auch wenn es hier Unterschiede zwischen den Lehrkräften der einzelnen Schulformen gibt, so sind sich doch alle einig, wofür Ganztagsschule steht: Bildung statt Betreuung, fächerübergreifende Förderung und Ressourcenorientierung.

Zur Entlastung im außerunterrichtlichen Bereich tragen vor allem die Kooperationen mit den Kolleginnen und Kollegen, der Schulleitung sowie die veränderte Beziehung zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern bei. Dies verdeutlicht eine Präsentation des Forschungsverbundes DJI/TU Dortmund mit den Ergebnissen einer Lehrkräftebefragung, die im Rahmen der Bildungsberichterstattung Ganztagsschule NRW durchgeführt wurde. Präsentation öffnen.

 

Mehr zum Thema!
"Gestaltungshinweise für Arbeitsplätze in der Ganztagsschule"

25.03.2013
© www.ganztaegig-lernen.de