Schülerinnen und Schüler laufen in die Schule

Wenn manche Schulen heute noch wie uneinnehmbare Trutzburgen wirken, liegt das eher an den Gebäuden als an dem, was im Innern passiert. Hier stehen die Türen von Ganztagsschulen meist weit offen. Die Lehrkräfte erarbeiten gemeinsam mit pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anregende Angebote, externe Partner kommen in die Schule, aber bieten auch Lernmöglichkeiten an anderen Orten an. Fachkräfte aus Jugendhilfe, kulturellen Einrichtungen oder Sportvereinen sind Teil des Schullebens und bringen neue Ideen in die Ganztagsschule. Dieses Idealbild des ganzheitlichen Lernens kann jedoch nur schrittweise erreicht werden, und der Weg dorthin ist nicht immer leicht: manchmal fehlt es an genügend oder passenden Kooperationspartnern oder die Absprachen zwischen Schule und pädagogischen Personal gestalten sich schwierig. Hier sind wichtige Arbeitsfelder, an denen angesetzt werden muss, damit multiprofessionelle Teamarbeit gelingt.

Jugendlich sitzen auf Sitzsäcken und  lernen zusammen

Digitale Medien heben die Schule aus den Angeln - könnte man meinen. Durch den unbegrenzten Zugang zu Wissen und neue Interaktionsmöglichkeiten verändern sich das Vorwissen und die Interessenslagen von Schülerinnen und Schülern. Mit diesen veränderten Ansprüchen kommen sie in die Schule. Wird Lernen nach bewährten Rezepten angeboten, scheinen diese immer weniger zu greifen.

Figuren halten sich an den Händen

Ganztagsschule zu gestalten ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Der pädagogische Umgang mit mehr Zeit, bedeutet auch einen größeren Teil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen zu gestalten. Die besondere Herausforderung liegt darin, die sich verändernden Lebens- und Aufwuchsbedingungen, wie zum Beispiel die Digitalisierung des Alltags, zu berücksichtigen.