Bunte Kreidestücken liegen über einander

Gemeinsames Lernen und Bilden ist der Anspruch vieler Ganztagsschulen. Mit gemeinsamem Lernen in heterogen zusammengesetzten Klassen oder in jahrgangsübergreifenden Teams und/oder mit Angeboten am Nachmittag gibt es schon gute Erfahrungen. Gleichwohl ist inklusive Bildung längst noch kein Alltag, sondern eher eine Suchbewegung nach den besten Lösungen für die Bedingungen vor Ort. Oft gibt es  Ängste, Unsicherheiten und Vorbehalte gegen Inklusion sowohl bei Pädagoginnen und Pädagogen als auch bei Eltern. Für das Anknüpfen an den individuellen Voraussetzungen und Interessen der einzelnen Kinder und Jugendlichen brauchen Pädagoginnen und Pädagogen diagnostische Förderkompetenzen. Die Arbeit in multiprofessionellen Teams und mit Kooperationspartnern bietet Unterstützung und ermöglicht einen ganzheitlichen Blick auf das Kind, aber auch sie muss erlernt und geübt werden. Dafür gibt es schon viele gute Beispiele und gute Anknüpfungspunkte an den meisten Ganztagsschulen. Diskutiert werden daher in diesem Monat die Fragen:

  • Wie gelingt eine stärkeorientierte Förderdiagnostik, um jedem Kind gerecht zu werden und seine Fähigkeiten anzuerkennen? Welche Ansätze individueller Förderung in heterogenen Gruppen sind im Schulalltag erfolgversprechend?
  • Wie kann mit den Erwartungen und Ängsten von Eltern und Lehrkräften umgegangen werden und wie bindet man Eltern in den schulischen Alltag ein?
  • Wie gestaltet sich die multiprofessionelle Teamarbeit? Welche Partner im Sozialraum können inklusive Bildung unterstützen und wie gestaltet man die Zusammenarbeit mit ihnen?
     
Gemeinsam lernen - Vielfalt schätzen

Um Inklusion an Schulen zu gestalten, braucht es den Austausch zwischen Lehrkräften, Pädagogen und Eltern. Der Blick auf die Schülerinnen und Schüler erfolgt auf diese Weise ganzheitlicher und zieht eine gezielte Förderung nach sich. Ganztagsschulen weisen optimale Bedingungen auf, um Kinder und Jugendliche und ihre individuellen Fähigkeiten zu unterstützen.

Büchestapel und ein Wecker

Inklusion stellt Schulen vor eine Vielzahl von Herausforderungen. Schon der Inklusionsbegriff wird unterschiedlich gehandhabt: Die eine verstehen darunter das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung, für die anderen umschreibt er den Anspruch aller Menschen auf die gleichberechtigte Teilhabe am gesamten gesellschaftlichen Leben, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht oder ihrer Behinderung.