Getreide in Kinderhänden

Individualisiertes Lernen unter den Bedingungen von mehr Zeit, mehr Raum und vielfältigen Kooperationen macht die Besonderheit der Ganztagsschule aus. Das motiviert Kinder und Jugendliche, sich intensiv und auf unterschiedlichste Arten mit den Lerninhalten zu beschäftigen – und das nicht nur im Unterricht, sondern den ganzen Tag. Wie das gelingen kann, ist sehr individuell. Facettenreiche Lernsettings am Vor- und am Nachmittag und eine Feedbackkultur ermutigen und bestärken Kinder und Jugendliche darin, selbständig zu lernen, sich Ziele zu setzen und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Beste Voraussetzungen, sich zu einer resilienten Persönlichkeit zu entwickeln. Gute Beispiele, wie eine veränderte Zeitstruktur ein verändertes Lernen ermöglicht, wie multiprofessionelles Arbeiten Lehrkräfte entlasten kann oder wie die Abschaffung der Hausaufgaben zu Lernzeiten führt, gibt es an vielen Orten. Wie diese aussehen und wie Lehrkräfte Unterstützung auf dem Weg zu einer neuen Lernkultur erfahren, ist Thema der Monate September und Oktober.

Tuschkasten

Singen, tanzen, musizieren, theaterspielen, gestalten, bildhauern … keine Tätigkeiten die man unmittelbar mit schulischen Leistungen verbindet und dennoch sind sie für Heranwachsende von herausragender Bedeutung. Seit dem Ausbau der Ganztagsschulen etabliert sich hier eine große Bandbreite künstlerischer, kultureller und musischer Angebote, weil Ressourcen und vor allem Zeit vorhanden sind. 

Zwei Hände

Individualisiertes Lernen ist der Weg, um unterschiedlichen Begabungen von Kindern gerecht zu werden. Es bedarf daher einer anderen pädagogischen Perspektive als beim vermittelnden Lernen. Für die Ganztagsschule bedeutet das, dass für den Umgang mit Vielfalt eine gute Mischung  von Unterrichtsmethoden benötigt wird.