Berliner Ganztagsschulkongress 2014

Berliner Ganztagsschulkongress 2014

„Gemeinsam den GANZ(EN) TAG gestalten!“

 

Für Schulleitungen, stellvertretende Schulleitungen, Lehrkräfte, Erzieher_innen, Sonderpädagog_innen und Sozialpädagog_innen aus Grund- und Oberschulen

Vorträge und Workshops rund um die Themen Rhythmisierung/Zeitgestaltung und Kooperation
 

 

 

Der Berliner Ganztagsschulkongress 2014 unter dem Motto „Gemeinsam den GANZ(EN) TAG gestalten!“ fand am 19. März 2014 in der Fritz-Karsen-Schule Neukölln statt. Vor Ort waren über 600 Menschen, darunter über 100 Akteure der Workshopangebote.

Die über 150 Berliner Schulen kamen meist in multiprofessionellen Teams, um sich mit den Kongressthemen Rhythmisierung/ Zeitgestaltung und Kooperation zu befassen.

„Ganztag ist ein Thema, das uns alle bewegt, das merkt man auch wieder an dem großen Interesse für diesen Kongress. Man ist länger miteinander zusammen, man lernt in anderer Form. Kinder und Jugendliche haben auch die Möglichkeit, sich anders zu entwickeln, es geht auch um die persönliche Entwicklung, und die ist nur möglich, wenn es außerschulische Partner an der Schule gibt. Der Ganztag hat sich so positiv entwickelt in den letzten Jahren – viele Bundesländer schauen nach Berlin – dass ich mich dafür ganz herzlich bei Ihnen bedanken möchte.“ Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend, Wissenschaft/ Foto: bulldesign 2014

„Man könnte sagen, Kooperation sei etwas ganz Selbstverständliches, wenn man an einem gemeinsamen Ziel arbeitet. Doch Kooperation ist ein Hoffnungsbegriff, der mit vielen Erwartungen überfrachtet ist. Sich unter großen Zielen zu versammeln ist leicht. Ja, wir wollen kein Kind zurücklassen. Sobald wir aber konkreter werden und sagen: A arbeitet mit B zusammen und sie haben eine gemeinsame Aufgabe, dann wird es schwierig. Kooperation heißt nicht, dass man abwartet, bis jemand anderes mit einsteigt. Wir müssen wegkommen von den großen Worten und konkret werden in dem, was wir gemeinsam bewegen wollen.“ Dr.Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung

Thematische Vorträge:

Dr. Ilse Kamski

"(Kooperative ) Rhythmisierung"

Prof. Dr. Karsten Speck

"Rhythmisierte Kooperation - in 5 Thesen, 10 Tipps und 20 Minuten Vortragszeit"

 

Eindrücke zu den Vorträgen

 

 

 

 

Zu den Themen des Kongresses gab es 1,5-stündige Vertiefungsangebote:

"Rhythmus bringt Ruhe - nur ein scheinbarer Widerspruch an einer gebundenen Ganztagsschule" Gustav-Falke-Schule

 

"Mittagsband - da geht noch was / Eine Methode zur Qualitätsüberprüfung" Ines Dohnke, LISUM

 

"Im Rhythmus des Schuljahres - Planung im Team mit der Jahrespartitur" Katrin Klaus, LISUM

 

"Wir arbeiten Hand in Hand" Kooperation im Leitungsteam an der Maria Montessori-Grundschule

 

"Gemeinsam stark - wie unterschiedliche Professionen zusammenarbeiten" Alfred-Nobel-Schule

 

"Die Arbeit in Klassenteams - im gebundenen Ganztag" Gottfried-Keller-Gymnasium

 

"Mehr Bewegung in die Schule" Schule an der Haveldüne, GSJ, Schule am Senefelderplatz, SV Pfefferwerk e.V.

 

Außerdem konnten die Teilnehmenden bis zu drei 20-minütige Impulsangebote annehmen:

 

"Wir knüpfen aneinander an - Ressourcen mobilisieren durch Kooperation und Netzwerke" BUZ Steglitz-Zehlendorf

 

Ernährung an Ganztagsschulen - Vernetzungsstelle Kita und Schule Berlin

 

"Kooperation an der Schwelle - Übergang Grundschule-Oberschule" Maria-Montessori-Schule, ISS Johanna-Eck-Schule

 

"Übergänge gestalten - Synergien nutzen/ Ein Handbuch zur Schulkooperation am Beispiel OSZ und ISS" Hugo-Gaudig-Schule und Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik

Kongresseindrücke

Mittagspause mit Mittagsbandangeboten
  

Interview mit dem Schulleiter der gastgebenden Fritz-Karsen-Schule

 

Wachsen und blühen Ein Gespräch mit Susanne Thäsler-Wollenberg, Fachleiterin Kunst an der gastgebenden Fritz-Karsen-Schule und Koordinatorin aller künstlerischen Aktivitäten der Schule zum Ganztagsschulkongress

 

 

 

„Ich habe schon vor zwei Jahren das Gefühl gehabt, dass viel in Bewegung ist. In den letzten beiden Jahren ist aber noch mal eine Unmenge passiert. Das Programm „Ganztägig lernen - Ideen für mehr!“ wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Es ist das einzige Schulentwicklungsprogramm, in dem alle 16 Bundesländer vertreten sind und in dem die Länder mit dem Bund und der Stiftung zusammen arbeiten. Es ist ein riesengroßer Erfolg - dass das Programm überhaupt zustande gekommen ist, dass es schon so lange besteht, und dass es so eine große Wirkung zeigt. „Ganztägig lernen“ hat eine besondere Qualität, weil wir keine Standards anbieten. Das Programm bringt Akteure zusammen, bedarfs- und bedürfnisorientiert, bietet in Schul-Netzwerken tatsächlich die Gelegenheit, sich gegenseitig in die Kochtöpfe zu gucken und einander unbefangen auch von Dingen zu berichten, die noch nicht funktionieren. (...) Schulische Prozesse sind eher stille Wandlungen und lange Wege, und ich danke Ihnen, dass Sie diesen Weg gehen.“ Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung

Und so kam der Kongress bei den Menschen an: Feedback

"Unter ökonomischen Gesichtspunkten ist der Ganztag ein Verlustgeschäft. Er lohnt sich trotzdem! Ganztägiger Unterricht ist oft der einzige Weg, der Kindern und Jugendlichen erlaubt, ihre Potentiale zu entfalten. Es macht einen riesigen Unterschied, ob die Kinder um halb zwei vor dem Fernseher sitzen oder bis vier Uhr gefördert werden. Und da geht es nicht nur um Kinder in sozialen schwachen Familien. Insofern ist der Ganztag ein Thema für die ganze Stadt. Er ist die einzige Chance, Aufstiegs- und Bildungschancen von der sozialen Herkunft abzukoppeln. Und wir brauchen gute, engagierte Menschen, die das alles leisten.“ Dr. Franziska Giffey, Bezirksstadträtin Berlin-Neukölln

 

Der Kongress wurde von der Serviceagentur "Ganztägig lernen" Berlin zusammen mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft veranstaltet und von LISUM und SFBB unterstützt.

Einen Beitrag über den Kongress finden Sie auch auf dem Portal von ganztagsschulen.org des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung (BMBF) unter http://www.ganztagsschulen.org/de/7043.ph
 

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