Gesunde Schule


Die Schule als Chance oder als Bedrohung?

Die internationalen Vergleichsstudien zum Leistungsstand von Schülerinnen und Schülern haben bei Lehrkräften, Eltern und Erziehungsberechtigten für Unruhe gesorgt. Zuletzt hat die „PISA“-Studie gezeigt, dass Deutschlands Nachwuchs nur mittelgute Leistungen hervorbringt. Seitdem findet so etwas wie eine kollektive Beschimpfung nicht nur der Kinder und Jugendlichen, sondern auch ihrer Lehrerinnen und Lehrer statt.

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Themenheft: Gesunde Schule

Unser Anliegen ist es, den Blick auf die psychische und soziale Gesundheit der Schülerinnen und Schüler zu lenken. Die gesundheitlichen Belastungen der Lehrerinnen und Lehrer sind uns dabei durchaus bewusst. Weil Schule aber in erster Linie eine Einrichtung für die jungen Menschen und deren Schulbesuch verpflichtend ist, stellen wir die Belange und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt.

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Bewegtes Lernen

Im August 1998 hatte das Niedersächsische Kultusministerium im Verbund mit mehreren Kooperationspartnern ein Projekt unter dem Namen „Niedersachsen macht Schule durch bewegte Schule“ ins Leben gerufen. In diesem Projekt soll von der kognitiven Schiene abgewichen und basierend auf einem „ganzheitlichen“ Ansatz das Lernen mit Kopf, Herz und Hand in den Vordergrund gestellt werden. Nach einer zunächst dreijährigen Laufzeit ist das Projekt erfolgreich weiterentwickelt worden.

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Ganztagsschule … aus Sicht der Kinder

Die Diskussion über die Einführung von Ganztagsschulen wurde durch die erste PISA-Studie angestoßen: Vor allem die Defizite von Kindern aus sozial benachteiligten und bildungsfernen Elternhäusern sollten durch mehr Deutsch-, Mathematik-, Englischunterricht ausgeglichen werden. Das zweite wichtige Argument für Ganztagsschulen ist, beiden Eltern unabhängig vom Sozialstatus eine Berufsausübung zu ermöglichen. Es ging und geht also vorwiegend um – durchaus berechtigte – Anliegen aus der Erwachsenenperspektive.

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Zusammenhang von Bewegung und Lernen

Ergebnisse aktueller Lernforschung unterstreichen die Notwendigkeit der Individualisierung von Lernangeboten, ganzheitlicher Lernarrangements und wertschätzender zugewandter Beziehungsstrukturen im Lernprozess.

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23 Thesen für eine gute Ganztagsschule

Die folgenden Thesen gehen von den entwicklungsspezifischen Lebensbedürfnissen von Kindern zwischen etwa 6 und 14 Jahren aus. Sie wollen dazu anregen, die Kinderperspektive einzunehmen. Sie stellen die Rechte des Kindes auf gesunde körperliche, geistige, soziale und emotionale Entwicklung, auf lernende Einführung in die Welt des Wissens und Könnens und ihre Beteiligung und Verantwortung an der Gestaltung gemeinsamen Lebens ins Zentrum.

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Besseres Lernen durch Spiel und Entspannung

Die Ganztagsschule hat nach wie vor ein Kerngeschäft: Lernen. Lernen kann auf unterschiedliche Weise stattfinden. Während in der Vor- und Grundschulzeit das Lernen durch Spielen einen hohen Stellenwert genießt, werden spielerische Lernzugänge ab der Sekundarstufe I vernachlässigt. Mit der Ganztagsschule wird diese Art des Lernens immer interessanter. Zum einen wird das Lernen abwechslungsreicher und zum anderen entspannen sich die Schüler und finden Ausgleich.

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Werkstatt "Schule wird Lebenswelt"

Wenn sich Kinder über den Mittag hinaus in der Schule aufhalten, fällt der Schule eine zusätzliche Verantwortung für die Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen zu.

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