Soziales Engagement in der Ganztagsschule

Kinderhände
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Lernen nur im Unterricht? In einer Ganztagsschule ist das nicht denkbar, zu vielfältig sind die über den ganzen Tag verteilten Angebote. Da werden nicht nur Deutsch, Mathe und Geschichte gelernt, sondern auch Sport getrieben und kreativ gearbeitet.  Und wie sieht es mit dem sozialen Engagement aus, haben die Kinder und Jugendlichen hierfür denn noch Zeit? Ja, haben sie, denn freiwilliges soziales Engagement hat in Ganztagsschulen seinen Platz, vielmehr, es wird sogar gebraucht, um Schulentwicklung zu betreiben.

Beim Service Learning wird fachliches Lernen und gesellschaftliches Engagement miteinander verbunden. Schülerinnen und Schüler engagieren sich für das Gemeinwohl. Und zwar als Teil des fachlichen

Sozial genial - Wirkungsstudie Service Learning. Wie lassen sich Unterricht und Bürgerengagement verbinden? Studie

Unterrichts. Service Learning ist somit curricular verankert und verfolgt festgelegte Lernziele. Entscheidend sind dabei die Strukturiertheit und die Qualität der Projekte, in denen die Heranwachsenden aktiv sind. Qualitätsstandards öffnen.

 

buddY-Ansatz im Unterricht

Anregungen für buddY-Projekt kann man sich hier holen - 
1180 buddY-Projekte in Deutschland öffnen

Doch nicht nur außerhalb von Schule kann Verantwortung übernommen werden. Bestes Beispiel für soziales Engagement innerhalb von Schulen sind Buddy-Projekte: Schülerinnen und Schüler helfen anderen  Schülerinnen und Schülern und tragen so zu einem besseren Lern- und Schulklima bei. Die Anfänge der Buddy-Projekte finden sich in der Gewaltprävention und auch jetzt liegt hier immer noch ein Schwerpunkt. Die Schüler schlichten Streits und Auseinandersetzungen auf dem Schulhof, in den Klassen oder auch im Bus.

Dieses erfolgreiche Konzept wurde auf andere Bereiche wie Spiele oder Erste Hilfe übertragen. Und auch im Unterricht hat der Buddyansatz mittlerweile Einzug gehalten und wird als Ergänzung zum lehrerzentrierten Unterricht eingesetzt. Ältere Kinder helfen hier jüngeren oder fachlich Stärkere den fachlich Schwächeren. Der Nutzen liegt auf beiden Seiten. Der Schüler, der erklärt, vertieft sein Wissen, der andere, hat oft weniger Hemmungen einem Gleichaltrigen Fragen zu stellen als einer Lehrkraft. Wie das gelingen kann, beschreibt eine Broschüre der Pädagogischen Hochschule Tirol in Österreich.

26.01.2015
www.ganztaegig-lernen.de
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