Schule 2.0 – Das Medienkonzept der Schule am Heidenberger Teich Kiel

Schule 2.0
(c) Schule am Heidenberger Teich
Daten und Fakten
Schulform: Grundschule Ganztagsschulform: gebunden Schülerinnen und Schüler: 468 Lehrkräfte: 45
Weiteres päd. Personal: 15 Erzieherinnen und Erzieher, 30 studentische HIlfskräfte

Bereits für Kinder im Grundschulalter haben digitale Medien einen hohen Stellenwert. Das Tablet-Spiel, das virtuelle Haustier als Smartphone-App oder die Lieblingsmusik auf Youtube – die Lebenswelt der Kinder ist mehr und mehr digital geprägt. An dieser Stelle setzt die Kieler Grundschule am Heidenberger Teich an. Die Schülerinnen und Schüler sollen raus aus einer reinen Konsumentenrolle und stattdessen Kompetenzen für den reflektierten und kreativen Einsatz von PC, Tablet und Co. ausbilden und diese in ihre Lernprozesse einbinden. Dafür braucht es motivierte und hierfür ausgebildete Lehrkräfte, eine leistungsfähige Technikausstattung in der Schule aber vor allem ein zielführendes Medienkonzept.

Informations- und Medienkompetenz

Im Medienkonzept der Schule am Heidenberger Teich werden für die konkrete Nutzung der Technik fünf konkrete Kompetenzbereiche benannt: (1) Bedienen und Anwenden, (2) Informieren und Recherchieren, (3) Kommunizieren und Kooperieren, (4) Produzieren und Präsentieren und (5) Analysieren und Reflektieren.
Die ersten beiden Kompetenzbereiche gehören bereits zum schulischen Alltag der Schule. Denn seit fast 15 Jahren verfügt die Schule über eine Reihe an PC-Arbeitsplätzen für die Schülerinnen und Schüler, an denen sie spielerisch lernen den Computer zu bedienen und bestimmte Programme wie z.B. Word anzuwenden. Auch kleinere Recherchearbeiten im Internet gehören bereits zum Methodenrepertoire der Kinder. Flankiert wird das Ganze von Unterrichtseinheiten zum Thema „Lernen mit und über Medien“, in denen es um Datenschutz, Chancen aber auch Gefahren des Internets geht.
Seit 2014 werden nun insbesondere die Kompetenzbereiche 3, 4 und 5 in den Blick genommen. Nach und nach werden alle Klassenräume mit digitalen Tafeln ausgestattet. Diese bieten den Lehrkräften vielfältige Möglichkeiten der multimedialen Aufbereitung von Lerninhalten und vereinfacht die Vor- und Nachbereitung bzw. Ergebnissicherung der Unterrichtsstunden. Auch der Austausch von Material unter den Kolleginnen und Kollegen wird erleichtert. Diese Technik kommt natürlich auch den Schülerinnen und Schülern zugute, etwa für eigene Präsentationen.
Ebenfalls seit 2014 arbeiten in einem Modellversuch zum Thema „Einsatz von iPads im Unterricht“ drei Klassen verstärkt mit mobilen Endgeräten. Projektziel ist es, aus vielen Einzelergebnissen der Kinder ein interaktives digitales Schularchiv aufzubauen, in dem eBooks, digitale Tutorials, Podcasts und anderes abgelegt sein werden. Langfristig werden alle 20 Klassen der Schule mit diesen Geräten arbeiten. Der Projektunterricht mit den iPads soll die Schülerinnen und Schüler befähigen zu „Produzenten der eigenen Wissensdatenbank zu werden“, d.h. zu lernen eigene Tutorials herzustellen, die dann wiederum von anderen genutzt werden können. Praktisch umgesetzt wird das Vorhaben in vielen projektorientierten Arbeitsphasen. Außerdem spielt die kommunikationsorientierte Förderung eine wesentliche Rolle. Die eigenen Ergebnisse präsentieren, darüber ins Gespräch kommen und gegebenenfalls Änderungen einpflegen – all das fördert das eigenverantwortliche Lernen der Kinder mit modernen Lehrmitteln.
Daneben spielt selbstverständlich auch der Erwerb anwendungsbezogener Kompetenzen eine große Rolle. Schrittweise erlernen die Kinder zum Beispiel Dateimanagement, Umgang mit Internet und Intranet sowie Gestaltung und Präsentation.

Digital natives

Die Erwartung an den Einsatz digitaler Medien ist eine Steigerung der Unterrichtsqualität durch bessere Differenzierungsmöglichkeiten. Jedes Kind arbeitet mit der Lernapplikation, die es beim Lernen am besten unterstützt. Passgenaue Inhalte und Arbeitsschritte können vorab ausgewählt werden. Gleichzeitig können die Schülerinnen und Schüler bei der kreativen Arbeit mit Tablets & Co. ihre eigenen Talente einbringen. Das Speichern von aufbereiteten Arbeitsergebnissen auf dem Schulserver bzw. im schuleigenen Datenarchiv ermöglicht einen Informationsaustausch über die Fach- und Klassengrenzen hinweg.
An der Medienbildung sind alle Lehrkräfte der Schule beteiligt. Um alle Beteiligten in diesem Prozess mitzunehmen und nicht zuletzt eine durchgängige Qualität zu gewährleisten, werden sämtliche Lehrkräfte und pädagogisch Mitarbeitenden regelmäßig fortgebildet. Sie sollen an das kreative Arbeiten mit digitalen Medien herangeführt werden und medienpädagogische und didaktische Methoden sicher einsetzen können. Regelmäßig gibt es schulinterne Fortbildungen durch externe Referentinnen und Referenten und spezielle Fortbildungen des Medienteams der Schule.
Durch den gezielten Einsatz digitaler Medien im Schulalltag werden den Grundschulkindern Informations- und Medienkompetenz vermittelt und damit ein wichtiger Grundstein gelegt. Denn „je sicherer der Umgang mit den digitalen Medien ist, desto sinnvoller und qualitativ hochwertiger werden sie die Schülerinnen und Schüler in ihrem späteren Leben einsetzen“ (s. Konzept).

 

Material zum Download

Schulvorstellung

Lernen mit dem iPad

Medienkonzept