Probleme mit Hausaufgaben

Probleme mit Hausaufgaben
(c) DKJS/P. Thonn

Hausaufgaben fördern selbstreguliertes Lernen. Eine zentrale Aufgabe der Hausaufgaben war und ist es, diese Kompetenz entfalten zu helfen. Sich in Wissen vertiefen, knifflige Probleme möglichst alleine zu bewältigen, aber vor allem üben und damit fördern, das sind die Ziele für das Format Hausaufgaben. Eltern schlüpfen dabei immer wieder in die Rolle von "Hilfslehrern". Allerdings nicht immer mit den gleichen Erfolgen und nicht bei allen Kindern.

Wenn Eltern keine Hausaufgaben mehr machen dürfen

Untersuchungen haben herausgefunden, dass Kinder aus Elternhäusern, denen die Unterstützung bei den Hausaufgaben gelingt, bessere Leistungen erzielen. Die Qualität des elterlichen Engagements steht in direkter Verbindung mit der Leistungsfähigkeit und Lernbereitschaft der Kinder. Viele Eltern nehmen die Rolle des Hilfslehrers ein, damit ihre Kinder den Anforderungen bestmöglich standhalten. Doch welche Auswirkungen hat das auf Eltern und vor allem auf deren Beziehung zu den Kindern? Zentral stellt sich damit gleichzeitig die Frage nach der Chancengerechtigkeit.  

Blick in die Praxis: Hausaufgaben mit Konzept – eine Alternative?

Die Marienmünster Grundschule hat ein Konzept zum Umgang mit Hausaufgaben entwickelt. Mit diesem wird vor allem die Lehrerkooperation mobilisiert. Auf Grundlage der im Konzept verankerten Bedingungen, denen eine Hausaufgabe folgen soll, können gemeinsam Absprachen getroffen werden. Was damit der innerschulischen Kooperation nutzt, hat ebenso positive Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit den Eltern. Beispiel öffnen

 

Prof. Dr. Elke Wild (Leiterin der Arbeitseinheit Pädago­gische Psychologie sowie der Pädagogisch-Psychologi­schen Beratungsstelle an der Universität Bielefeld) diskutiert unter der Überschrift „Hausaufgaben – Last oder Chance?“ wie sich Eltern und Lehrer engagieren können, um das Thema „Hausaufgaben“ zu bewältigen. Ihre Betrachtungen beziehen sich auf Schulen, die sich mit diesem Lernformat arrangieren wollen. Denn, so das Fazit: Die Hausaufgaben ist vielen, die an Schule beteiligt sind, sehr wichtig. Material öffnen

 

Hausaufgaben worauf es, wenn es sie gibt, ankommt!

„Es kommt weniger auf die Quantität, sondern auf die Qualität an: auf die Qualität der Auf­gaben, auf die Qualität der Bearbeitung und die Qualität der Unterstützung durch die Eltern.“ Der Schul- und Unterrichtsforscher Frank Lipowsky von der Universität Kassel begründet vor dem Hintergrund seiner Forschungsergebnisse, dass es zuvorderst um die Qualität der Hausaufgaben gehen muss. Langweilige Pflichtübungen oder permanente Überforderungen wirken den eigentlichen Zwecken der Hausaufgaben entgegen. Diese sollten tatsächlich motivieren und damit zur selbstständigen Arbeit anregen. Selbstständiges Lernen beruht auf zwei zentralen Parametern: Motivation und Wissen darüber, wie man Aufgaben alleine bewältigt oder in anderen Worten: das Wissen darüber, wie man selbstständig lernt. Hausaufgaben müssen im Einklang damit stehen, was im Unterricht vermittelt wurde. Ausführungen öffnen

25.11.2016

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