Miteinander und im Austausch – Feedbackkultur an Ganztagsschulen

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Damit Schule allen an ihr Beteiligten gerecht wird, lohnt es sich zu fragen: Was erleben wir? Was brauchen und was wünschen wir uns? Feedback ist Ausgangspunkt für ein Schulklima, in dem sich alle gleichermaßen entfalten können. Für Schülerinnen und Schüler geht es um Lernfreude, für ihre Pädagoginnen und Pädagogen um die professionelle Ausübung ihres Berufs, die sich an den Vorerfahrungen und Interessen der Kinder und Jugendlichen orientiert. Beim Feedback sind alle gefragt, auch Eltern und Kooperationspartner. Gerade an Ganztagsschulen treffen viele Menschen und Professionen aufeinander – in unterschiedlichen und oft noch ungewohnten Rollen. Gerade dann unterstützt Feedback gegenseitiges Verständnis, Teilhabe aller und Qualität des Miteinanders und der Angebote.

Bei diesem Monatsthema geht es um folgende Fragen:

  • Wie gestaltet sich eine lebendige Feedbackkultur, die von allen Beteiligten als Gewinn betrachtet wird? Was hat sich bewährt und was sind Scheinprozesse?
  • Wie gelingt der Austausch über Ergebnisse von Feedback?
  • Wie fließen die Ergebnisse des Feedbacks in den Unterricht, in die Angebote, in den Schulalltag ein? 

Weitere Hinweise und Materialien zum Thema:

Das Lernen sichtbar machen durch Feedback

In seiner Studie „Visible Learning“ fasst John Hattie die Ergebnisse von über 50.000 Studien bzw. über 800 Metaanalyse zusammen und beschreibt 138 Einflussgrößen auf das Lehren und Lernen in Schulen. Eine entscheidende Erkenntnis, die er aus seiner Forschungsarbeit gewinnt, ist die Bedeutung des „Sichtbar-Machens" von Lehr- und Lernprozessen. Dies geschieht dann, wenn Lehrkräfte ihren Lernenden ein Feedback geben und umgekehrt.

Qualitätsenwicklung durch Feedback-Kultur

Die Idee, die am Anfang beim Brandenburger Fontane-Gymnsasium in Rangsdorf stand, war, das demokratische Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler weiter zu entwickeln. Ihnen sollte die kontinuierliche Möglichkeit einer Einflussnahme auf Schule und Unterricht ermöglicht werden. Damit sollten die Jugendlichen angeregt werden, stärker Verantwortung für ihre Schule zu übernehmen.

Schülerperspektive auf den Unterricht

Die Perspektive von Schülerinnen und Schüler auf den Unterricht ist eine andere als die der Lehrerinnen und Lehrer. Auch die Schülersicht auf das Lehren und Lernen wird daher wissenschaftlich untersucht, um die auch die erlebte Unterrichtsqualität zu erfassen. öffnen

Feedback ist eine Stellschraube der Unterrichtsentwicklung

Unterricht ist ein komplexes und damit oft nicht leicht zu durchschauendes Geschehen – und das für alle Beteiligten. Das betrifft die Anforderungen, die Einflussfaktoren und die Wirkungen von Unterricht. Folgt man diesem Verständnis von Feedbackarbeit, dann ist Feedback kein Beurteilungs- sondern ein Entwicklungsinstrument. öffnen

Feedback als Motor von Veränderungen an Ganztagsschulen

Feedback in schulischen Zusammenhängen kann man als soziale Rückkopplung zwischen Personen bezeichnen. Dabei können über die Äußerungen des bzw. der anderen Reflexionsprozesse über das eigene Verhalten angestoßen werden. öffnen

Gezieltes Feedback zur Qualität von pädagogischer Praxis

Für die schulische und unterrichtliche Entwicklung ist die Reflexion der pädagogischer Praxis eine unabdingbare Voraussetzung. Die Einbeziehung anderer Sichtweisen eröffnet dabei nicht selten neue Möglichkeiten des Handelns. öffnen

Unterricht aus verschiedenen Perspektiven

Die Sicherung und Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität ist ein Anliegen, das jeden Lehrer betrifft; zugleich handelt es sich um eine Führungsaufgabe der Schulleitung. Die Qualität des Unterrichts und die Professionalität der Lehrkräfte sind die Schlüssel, um das Lernpotenzial der Schüler auszuschöpfen. öffnen

Kollegiale Hospitation

Die Schulglocke läutet, der Lehrer schließt die Tür. Lehrer verstehen sich vielerorts als „Einzelkämpfer“. Ihre Arbeit findet hinter verschlossenen Türen statt, wo dann unbemerkt entweder guter oder schlechter Unterricht gehalten wird. In etlichen Kollegien weiß man nur über den Umweg der Schüler, wie jeweils andere Kollegen pädagogisch arbeiten. öffnen

Es geht doch um die Kinder!

„Gute Bildung“ scheitert derzeit oft daran, dass immer noch nach einem konservativen Schul- und Unterrichtsmodell unterrichtet wird, das vor allem auf veränderte gesellschaftliche Anforderungen keine Antworten hat. Das liegt in vielen Fällen daran, dass die Haltungen und Einstellungen der Lehrkräfte und Schulleitungen immer noch auf das konservative System abgestellt sind. öffnen

02.05.2013
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