Lernen in der Ganztagsschule

http://www.ganztaegig-lernen.de/Thema%20des%20MonatsZwei Kinder lesen und lernen auf einer Wiese
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Heißt Lernen in der Ganztagsschule den ganzen Tag lernen? Und was meint eigentlich lernen in der Ganztagsschule? Wie hängen lernen und bilden zusammen? Auf dem Weg zur guten Ganztagsschule setzen sich viele Kollegien und ihre Partner mit dem Bildungsbegriff auseinander. Und mit der konkreten Ausgestaltung ihrer Lernkultur. Den Schülerinnen und Schülern mit ihren unterschiedlichen Voraussetzungen und Interessen gerecht zu werden, ihre Kompetenzentwicklung zu unterstützen und ganzheitlich zu bilden findet sich in vielen Leitbildern von Ganztagsschulen wieder. Mittlerweile haben viele Schulen Erfahrungen mit einer veränderten Lernkultur. Sie haben den Mut, mit veränderten Zeit-, Raum- und Kooperationskonzepten neue Wege zu gehen und den Lernprozess nachhaltig zu verändern. Gemeint ist eine Kultur, bei der es um Beteiligen, Chancen und Verantwortung geht. Außerdem geht es um Zutrauen und Vertrauen.

Folgende Fragen stellen sich:

  • Wie werden Schülerinnen und Schüler zu aktiven Gestaltern ihres Lernprozesses?
  • Welche Relevanz besitzen Selbstwirksamkeitserfahrung, Kompetenzentwicklung und Leistungssteigerung?
  • Welche Rolle spielen Diagnose, Feedback und Beurteilungen wie Noten oder andere Bewertungssysteme?
  • Was brauchen Lehrkräfte und andere Professionen in der Schule, um die Lehr- und Bildungsprozesse nachhaltig zu verändern?

Lernen für alle

Lernen läuft dann am besten, wenn es den eigenen Vorlieben folgen kann. Die Auswahl der Aufgaben bei individualisiertem Lernen kann sich nach Schwierigkeitsstufen unterscheiden, aber auch nach ihrer Darbietungsform. Manche Schülerinnen und Schüler bevorzugen visuelle Aufgaben, andere wiederum begreifen schneller durch eine Kombination von Hören und Sehen oder durch eigenes Handeln. weiterlesen

Ganztag im Dialog

Auf einen Punkt trifft man immer wieder bei der Bewältigung großer Aufgaben: Kooperationen müssen aufgebaut und Kommunikation auf Augenhöhe gepflegt werden. Was bedeutet das für ganztägige Bildung? Die Anzahl und Bandbreite der Kooperationspartner ist groß: Schule, Jugendhilfe, außerschulische Partner, Horte und andere treffen aufeinander und wollen ihre Interessen gewahrt sehen. Und auch auf der Professionsebene treffen sich eine Reihe verschiedener Berufsgruppen: Schulleitungen und Lehrkräfte, Sozialpädagogen, Erzieherinnen und Erzieher usw. Und alle haben sie ihren besonderen Blick auf die Kinder und Jugendliche. öffnen

Vereinsmeierei? Ganztagsschule und Sport

Der Start der Beziehung von Ganztagsschule und Sportverein lief nicht immer glatt. Auch wenn es traditionell schon viele Kooperationen gab, mit der verstärkten Ausrichtung auf Ganztagsschulen, schien sich die Situation zu verändern. Die Sportvereine sahen ihre Mitglieder schwinden, die Ganztagsschulen suchten Partner, die sich an die schulischen Gegebenheiten anpassten. Inzwischen haben sich beide Seiten einander angenähert, sich den Wünschen, Bedürfnissen und Notwendigkeiten der anderen geöffnet und finden gemeinsam Lösungen. So können sowohl Schule als auch Verein voneinander lernen und profitieren. öffnen

Dem Lernen auf der Spur

Das Kompetenzlernen ist im Unterricht der Ganztagsschule angekommen. Mittlerweile stehen viele Kompetenzrahmen zur Verfügung, an denen sich Schulen orientieren können und die hilfreich  bei der Entwicklung von Konzepten des individualisierten Lernens sind. Die Kompetenzraster sind der Wegweiser für individuelle Lernwege. Schülerinnen und Schüler lernen in eigener Verantwortung. Zeit und Menge bestimmen diese nach Tagesform. Sobald sie sich einer Kompetenz gewachsen fühlen, melden sie sich zum Test und ziehen hierfür Vorlagen aus Ordnern in Regalen. öffnen

Ganztagsschule – Ganz anders lernen

Schule wird für Schülerinnen und Schüler gemacht. Es ist die Aufgabe jeder Schule Lernen, möglich zu machen. Lernen braucht Motivation. Eine wichtige Komponente von Motivation ist Selbstwirksamkeit. Doch nicht jedes Lernkonzept fördert diese. Kompetenzerleben und Autonomie bzw. Zutrauen und Vertrauen sind die Gründe für erfolgreiches Lernen. öffnen

Lernen im Lernbüro

Individualisiertes Lernen hat durch Blockunterricht oder durch individuelle Lernzeiten, die vor allem durch Rhythmisierung gewonnen wurden, Hochkonjunktur. Der hinter individualisiertem Lernen verborgene Anspruch ist Kompetenzlernen, was bedeutet, Schülerinnen und Schüler vom „Wissen“ zum „Können“ zu führen. Das ist pädagogische Arbeit ohne Gleichschritt. Denn jedes Kind lernt anders. Hierzu gibt es mittlerweile Unterstützung und erprobte Konzepte. Vor allem mit der Einführung von Kompetenzrastern wurde individualisiertes Lernen "schulfähig". öffnen

Schule mit Leseförderung

Der Grundschule in Mügeln ist es gelungen, sich für die Förderung von Lesekompetenz breit aufzustellen. Mit vielfältigen, in den Schulalltag integrierten Ansätzen wird Lesekompetenz gezielt entwickelt. öffnen

Organisationsformel für Freiarbeit

„Lernen können die Kinder nur selbst.“ Aus diesem Grund wurde die „Lerntheke“ als grundlegendes Organisationsprinzip an der Ganztagsgrundschule Liebertwolkwitz eingeführt. Diese Methode veränderte nicht nur die Schulorganisation, sondern auch die Haltung der Lehrerinnen und Lehrer zu den Kindern. öffnen

Schule ist Lebenszeit

In der Grund-, Haupt- und Werkrealschule Eigeltingen lernen Kinder von der ersten bis zur zehnten Klasse, einige wechseln nach der vierten Klasse aufs Gymnasium. Mit der 5. Klasse entsteht eine Schulgemeinschaft, die auf handlungsorientiertes Lernen setzt. öffnen

 

13.01.2014

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