Kooperation im Ganztag

Die Vielfalt von Ganztagsschulen bzw. Ganztagsangeboten in den Bundesländern ist groß. Insbesondere für Kinder der Primarstufe steht oft die zuverlässige Betreuung am Nachmittag im Vordergrund. In einigen Ländern wird hier auf langjährig bestehende Hortstrukturen zurückgegriffen. Schule und Hort koordinieren aber nicht nur ihre Angebote, sondern sie stimmen zunehmend ihre Prozesse aufeinander ab.

Denn es geht um mehr als ein warmes Mittagessen, die Hausaufgabenbetreuung oder die Wegebegleitung: es geht darum, gemeinsame pädagogische Ziele zu erreichen. Aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen ist es kaum möglich, allgemein verbindliche Empfehlungen wie dies gelingen kann, zu geben. Denn Einfluss auf die Umsetzung des Ganztags haben die räumliche Lage, die Trägerschaft oder auch landesspezifische Definitionen ganztägiger Angebote bzw. von Ganztagsschule. Was gleich bleibt, ist das Anliegen, die Zusammenarbeit unter den gegebenen Bedingungen zum Wohle der Schülerinnen und Schüler zu gestalten.

Kooperation braucht Akzeptanz

„Kooperation braucht Akzeptanz, sie braucht die Bereitschaft zum

Eine „Ethnografische Erkundung des Ganztagsangebotes von Grundschule und Hort“ unternahm Dr. Thomas Markert von der TU Dresden. In einer Studie wurde die kooperative Gestaltung durch Grundschulen und Horte untersucht. Er entwickelte eine Erhebungstechnik zur Rekonstruktion der zeitlichen und territorialen Abläufe, die er in sogenannten „Ablaufgrafiken“ darstellte.

Dialog und sie braucht die Wahrnehmung der gemeinsamen Verantwortung für das Kind“, fordert eine Handreichung für Kindertageseinrichtungen und Schulen des Freistaates Sachsen mit Empfehlungen zur Kooperation von Schule und Hort. Öffnen.

Bedürfnisse der Kinder

Gemeinsame Fortbildungen und Treffen von Erzieherinnen, Lehrerinnen, aber auch Eltern, können das Zusammenwirken positiv unterstützen. Worauf es bei der Kooperation zwischen diesen drei Gruppen zum Wohle „großer Kinder“ ankommt, hat Kurt Gerwig in seinem Film „Was brauchen Große Kinder in Schule, Hort und Elternhaus?“ zusammengetragen. Der Film beschäftigt sich mit den Bedürfnissen von Kindern zwischen sechs und vierzehn Jahren. Er lässt Kinder sowie Experten aus Wissenschaft und Praxis zu Wort kommen. Der Film eignet sich somit sowohl für die Aus- als auch die Fortbildung von Personal in Schule und Hort. Rezension  öffnen.

 

15.12.2014

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