Ganztagsschule ist gesund

Ganztagsschule ist gesund

Schule muss gesund sein sein, denn ist sie das nicht, wird sie dem Erziehungs- und Bildungsauftrag nicht gerecht. Ganztagsschulen werden in ihrer Qualität vor allem daran gemessen, wie diese für gesundes Lernen und Leben sorgen können. Mittagessen, Ausgleich, Bewegung, Unterricht sind die zentralen Gestaltungsbereiche für Gesundheitsförderung.

Nach den Zahlen des dritten Armuts- und Reichtumsberichtes der Bundesregierung von 2008 wächst fast jedes sechste Kind in Armut auf. Zusammen mit der damit einhergehenden sozialen Benachteiligung führt dies für die betroffenen Kinder und Jugendlichen schon sehr früh in ihrem Leben zu einer Einschränkung ihrer Bildungs- und Gesundheitschancen und vermindert ihre Möglichkeiten zu gesellschaftlicher Teilhabe und persönlicher Erfüllung. „Die Gesundheitserziehung in der Schule hat eine lange Tradition. Ihre Effektivität ist aber nur schwer und auch nicht auf einheitlicher Ebene einzuschätzen, da nicht alle gesundheitspädagogischen Bemühungen evaluiert und schon gar nicht auf ihre Langzeitwirkung hin überprüft werden können.“ Die Broschüre „Schulische Gesundheitserziehung und Gesundheitsförderung“, herausgegeben von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, fasst die traditionellen Werte bisheriger Gesundheitsförderung zusammen und schließt auf erweiterte Handlungsfelder. Material öffnen

Um Bildungs- und Gesundheitschancen von Kindern und Jugendlichen verbessern zu können, reicht der Blick allein auf die Schülerinnen und Schüler nicht aus. Dabei geht es nicht nur um eine schulische Gesundheitserziehung, sondern um mehr. Schule soll nicht nur gesund sein, sondern auch gesund machen. Zudem zielen Angebote und Lernkonzepte auf die Hinführung zu einer gesunden Lebensweise. 
Alle Unterrichtsmaterialien auf einen Blick
Hier finden Sie eine Übersicht aller Unterrichtsmaterialien im Schulportal "DGUV Lernen und Gesundheit" - alphabetisch und nach Themen sortiert. öffnen
 
Mit Gesundheit gute Schule entwickeln
„Gerade die Kindheit bzw. das Jugendalter stellt aber für die Entwicklung gesundheitsbezogener Einstellungen und Verhaltens- weisen eine sensible und zugleich zentrale Phase dar. In dieser Zeit erworbene riskante Verhaltensweisen erweisen sich als äußerst persistent.“ Guten gesunden Schulen gelingt es, Qualitätsentwicklung gezielt mit Gesundheitsförderung zu verknüpfen. Die Studie „Mit Gesundheit gute Schule entwickeln“ der Leuphana Universität Lüneburg stellt unter anderem Schulprofile vor. Aufgrund zahlreicher Untersuchungen wurden folgende Typen bezüglich ihres Profils vorgestellt:
 
a) Die Lernende Schule
b) Die unachtsame Erfolgsschule
c) Die träge zufriedene Schule
d) Die motivierte Problemschule
e) Die resignierte Problemschule