Dokumentation Workshop 15

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Gesundheit macht Schule! Schule als Wohlfühlort

Samstag, 22.09.12, Raum A 08, 10:00 - 12:00 Uhr
Moderation: Jan Thiele und Tillmann Schneider, Oberschule an der Julius-Brecht-Allee, Bremen (Modellschule im Projekt)

Immer mehr Ganztagsschulen sorgen für ein gutes Schulklima – mit positiven Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen, aber auch auf die Pädagoginnen und Pädagogen. Sport, Rückzugsorte, ein gesundes Mittagsessen und die Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler tragen dazu bei, dass sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene an ihrer Schule wohlfühlen. Im Zentrum des Workshops stand die Schulpraxis. Neun Schulen haben in einem gemeinsamen Projekt zwei Jahre lang daran gearbeitet, aus ihrer jeweiligen Schule eine gesunde Ganztagsschule zu machen. Diese Ideen möchten sie nun weitergeben. Stichwort Partizipation: Die Teilnehmenden konnten sich in einem World Café aktiv in den Workshop einbringen.

Die Referierenden sind Vertreterinnen und Vertreter der Modellschulen, die im Projekt „Mit psychischer Gesundheit Ganztagsschule entwickeln“ zusammenarbeiten. 

 

Zentrale Themen und Ergebnisse

Drei zentrale Bausteine werden in World Cafés mit Experten aus Schulen diskutiert: 

1. Partizipation

  • Peer-Angebote (Schüler für Schüler ohne Beteiligung der Eltern/Lehrer)
  • Möglichkeit, Eltern zu beteiligen: Facebook oder Homepage, außerschulische Veranstaltungen (wie z.B. Schulkonzerte)

2. Raum

  • Für die Raumgestaltung ist es wichtig, eine Vision der Schule zu haben (man muss vorher wissen, was man will).
  • Raumgestaltung geht alle an (Partizipation und Raum sind Themen, die sich überschneiden).
  • Lehrerraum-Prinzip: Vor- und Nachteile wurden diskutiert.
  • Qualität des Kantinenessens ist entscheidend dafür, ob Kinder/Jugendliche in der Schule essen oder nicht.
  • Sponsoren finden für Projektwochen und Aktionen: Je konkreter die Aktion, desto besser kann man auch konkrete Partner ansprechen.

3. Gesunde Schule steuern und verstetigen

  • Gute Steuerung braucht Beratung und einen weiten Blick.
  • Gesetzte, aber flexible Strukturen, bei denen die Kinder immer im Mittelpunkt stehen – Steuerung muss mit Augenmaß geschehen.
  • Gutes Klima unter Kollegen: Bedürfnisse der Erwachsenen dürfen nicht vergessen werden.

 

Statements und Zitate

  • „Gesundheit ist mehr als nur Äpfel statt Schokoriegel anzubieten im Schulkiosk.“ (Jan Thiele, Referent)
  • „Gut ist, wenn sich die unterschiedlichen Professionen, wie Schulleitung, Sozialpädagogen und Lehrer, ein Mal in der Woche treffen können, um sich auszutauschen.“ (Christina Westphalen-Akhzarati, Schulleiterin)
  • „Es geht viel um das soziale Miteinander. Durch unsere Sanitäter-Ausbildung für Schüler lernen Kinder und Jugendliche den Körperkontakt über einen anderen Weg. Und sie merken, dass sie wahrgenommen werden.“ (Arife Gorgün, Sozialpädagogin)

Zum Lehrerraum-Konzept:

  • „Wenn ich eine Freistunde habe, kann ich in meinen Raum gehen und habe dort alle Sachen, die ich brauche. Man muss nicht mehr alles hin- und hertragen.“ 
  • „Das gibt auch einen Auftrieb im Kollegium.“ (Elisabeth Nieberg, Lehrerin der August-Benninghaus-Schule in Niedersachsen)
  • „Das eine ist, die Räume für Lehrer bereit zu stellen, das andere, dass sie angenommen werden. Das ist ein Prozess.“

Zur Projektwoche „Schule gestalten mit Schülern“:

  • „Toll war für die Schüler der Hauptschule zum Beispiel, zu zeigen, was sie können, wie etwa im handwerklichen Bereich.“ (Elisabeth Nieberg, Lehrerin der August-Benninghaus-Schule in Niedersachsen)

Partizipation von Eltern: 

  • „Ein großes Problem ist: Schüler reden nicht immer mit ihren Eltern. Der Informationsfluss zwischen Schule und Eltern ist nicht optimal. Daher wissen die Eltern oft nicht Bescheid über bestimmte Projekte.“ (Schüler)
  • „Die Schule meldet sich meist nur, wenn's Ärger gibt. Das kann man auch mal umdrehen und etwas Positives über den Schüler oder die Schülerin berichten. Am Gymnasium braucht es das meist nicht so sehr. Aber das funktioniert vor allem für andere Schulen sehr gut.“ (Andreas Manglkammer, Träger der Jugendhilfe)
  • „Auch Eltern brauchen Erfolgsgeschichten.“ (Tina Ruf, Grundschullehrerin)

 

Zur Bildergalerie: Impressionen des Workshops

 

Workshop 15: Ergebnisfotos

  • Workshop 15: Ergebnisfotos
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Copyright: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (Ganztagsschulkongress 2012)

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