Bildungslandschaften stärken die Qualität von Ganztagsschulen

Bildung gilt inzwischen als wichtiger Standortfaktor von Kommunen und spielt auch für Eltern, die aufgrund beruflicher Veränderungen umziehen müssen, eine große Rolle. Dabei geht es um mehr als um Kindergärten und Schulen, es geht um die Vielfalt und Qualität von Bildungsangeboten und ihre Vernetzung. Bildungslandschaften bieten Kindern und Jugendlichen viele Möglichkeiten auf formale, non-formale und informelle Art zu lernen und so ihren Weg ins Erwachsenenleben zu gehen.

Die Qualität der Angebote wächst dann, wenn das Zusammenwirken verschiedener Akteure, zum Beispiel von Vertretern und Vertreterinnen aus dem kommunalen und zivilgesellschaftlichen Bereich und von Personen aus Bildungseinrichtungen und der regionalen Wirtschaft gelingt. Ganztagsschulen bieten aufgrund ihrer Zeitstrukturen dafür gute Voraussetzungen.

Oft ist es ein konkreter Anlass, wie zum Beispiel die demografische Entwicklung einer Region oder der Wunsch nach Verbesserung der Chancengerechtigkeit, die den Anstoß zur Zusammenarbeit gibt. Anhand einer gemeinsamen Zielvorstellung können dann gelingende Formen der Kooperation entwickelt werden. Der Deutsche Verein empfiehlt für Bildungslandschaften die Einrichtung einer zentralen Anlauf- bzw. Koordinierungsstelle für alle Beteiligten.

Was macht eine gute Bildungslandschaft aus?
Bildungslandschaften können dabei ganz unterschiedliche gestaltet sein. Welche Form für welche Region die richtige ist, bestimmen die Akteure vor Ort. Sybille Volkholz und Anika Duveneck sprechen in diesem Zusammenhang von Verantwortungsgemeinschaften. In ihrer Publikation „Kommunale Bildungslandschaften“ resümieren sie: „Von einem gelungenen Vernetzungsprozess kann gesprochen werden, wenn es dem Bildungsmanagement gelingt, die relevanten Akteure zusammenzubringen, die sich in der Region, im Kreis, der Gemeinde, Stadt oder im Stadtteil für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen verantwortlich fühlen; wenn bestehende Förderlücken vor Ort identifiziert und geschlossen werden, sei es durch Brücken zwischen Bildungsträgern, Politik und Zivilgesellschaft, sei es durch neu ins Leben gerufene Projekte und wenn die Impulse aus Projekten überführt werden können in ein kohärentes Bildungsnetzwerk, das die gesamte Bildungsbiographie der Kinder und Jugendlichen in den Blick nimmt.“ Publikation öffnen.

Engagement von Eltern als Gradmesser für Erfolg
In Berlin Neukölln, einem Brennpunktbezirk, wird die Elternbeteiligung als Gradmesser für Erfolg des „Lokalen Bildungsverbunds Reuterkiez“ benannt. Hier fühlen sich Eltern verantwortlich für die Integration aller Eltern und ihrer Ideen zur Entwicklung der Bildungsgelegenheiten für die eigenen Kinder und Jugendlichen. öffnen
 

Mehr Informationen zum Thema: "Wie Qualitätsentwicklung gelingen kann"

19.11.2013
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