Auf gute Zusammenarbeit

Welche Anforderungen stellt Ganztagsschule an die Schulsozialarbeit? Wie ist ihre Rolle in der Ganztagsgestaltung? Was ist wichtig, damit Schulleitungen, Lehrkräfte und sozialpädagogischen Fachkräfte gut kooperieren können? Wo liegen hilfreiche Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede oder gar Konkurrenz?

Diesen Fragen gehen Susanne Schneider und Ulrich Selle in ihrer Recherche „Gelingende Kooperation von Jugendhilfe und Schule im Ganztag“ (DKJS 2011) nach und ergänzen die anschauliche Darstellung ihrer Ergebnisse durch Projektschilderungen und Fotos.

Im ersten Teil ihres Beitrags beschreiben sie die Einbindung von Schulsozialarbeit in das pädagogische Konzept von drei Schulen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein und gehen dabei auch auf die Struktur des ganztägigen Unterrichts, die Schwerpunkte der Sozialarbeit an der Schule und die Kooperationserfahrungen ein. Als Datengrundlage dienen ihnen Beobachtungen, die sie an den Schulen gemacht haben, Interviews mit verschiedenen Akteuren, die Schulprogramme, Projektbeschreibungen und statistische Quellen.

In Zusammenschau der Erfahrungen und Konzepte an den drei Schulen arbeiten sie im zweiten Teil des Beitrags folgende zentrale Themen der Kooperation heraus: 1. Umgang mit auffälligen Schülerinnen und Schülern, 2. Förderung sozialer Kompetenzen in Lerngruppen und 3. Gestaltung der Lebenswelt Schule. Dabei gehen sie insbesondere den Fragen nach, wie Lehrkräfte und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter ihre Rollen ausfüllen und wie eine Abgrenzungen ihrer Aufgabenfelder und Rollen gelingen kann.

Abschließend formulieren sie Qualitätsmerkmale der Kooperation von Schulsozialarbeit und Ganztagsschule, die als Orientierungspunkte für die Konzeption und Umsetzung von Schulsozialarbeit dienen können.