Netzwerktreffen

Netzwerktreffen

Für den Zeitraum von zwei Jahren arbeiten im Rahmen des Programms Ideen für mehr! Ganztägig lernen. 50 Ganztagsschulen aus allen 16 Bundesländern in sechs Netzwerken zusammen. Seit 2010 arbeiten diese Schulen mit eigenen Schwerpunkten rund um die Themen „Veränderte Lernkultur", „Zeiten im Ganztag" und „Veränderungsmanagement".

Zur Arbeit im Netzwerk Ganztagsschule

Peer-to-Peer ist eine nachhaltige Form gemeinsamen Lernens und der Entwicklung (siehe Berkemeyer 2009 und Evaluation des Programms „Reformzeit“ 2010). Auch die Zweite Evaluation des Ganztagsschulprogramms (ZQ Mainz 2009) empfahl den Ausbau von Netzwerken von Ganztagsschul-Akteuren. Die Ziele dieser länderübergreifenden (schulischen) Netzwerke lassen sich wie folgt umschreiben:

  • Nachhaltiges Lernen und Fortbilden von Schulteams in Ganztagsschulen ermöglichen

Ziel der länderübergreifenden Netzwerke ist es, nachhaltiges Lernen zu befördern und ein tragfähiges Reflexions- und Unterstützungsnetzwerk für die Teilnehmenden aufzubauen. Im Rahmen der Netzwerke wird den anderen Beteiligten in den „Kochtopf“ geguckt und gemeinsam darüber reflektiert, wie die Qualität der Ganztagsschule verbessert werden kann. Hospitationen „vor Ort“ geben zugleich Impulse für die Entwicklungsaufgaben an der eigenen Schule.

  • Vernetzung und Fortbildung mit konkreten Veränderungsvorhaben an Schulen verknüpfen

Die beteiligten Schulen setzen innerhalb der Netzwerkarbeit ein eigenes Pilotvorhaben an ihrer Schule um. Begleitet werden die Schulen dabei vor Ort von den Serviceagenturen, die darüber hinaus das gesammelte Wissen in ihre Bundesländer weitergeben.
Die eigenen Entwicklungsprojekte werden im Kreise der Netzwerkschulen vorgestellt, reflektiert und es wird Raum für kollegialen Rat gegeben. Das Netzwerk bietet Schulen die Möglichkeit, Handlungsrahmen gemeinsam zu planen und Innovationsarbeit zu leisten. 

  • Gute Beispiele von Ganztagsschulen identifizieren

Gute Beispiele und Erkenntnisse aus den Netzwerken werden identifiziert, weitergegeben und bekannt gemacht z.B. über Reportagen auf dem Portal, Workshops beim Kongress und als Beispiel in Publikationen. Sie gleichen damit den „Ertrag“ guter Praxis aus, der zuvor im Programm durch den jährlichen Wettbewerb erzielt wurde. In den einzelnen Netzwerken wurde auf diese Weise bisher einzigartiges Fallwissen zur Ganztagsschulentwicklung in Deutschland erarbeitet.

  • Transfer zu anderen Schulen in den Bundesländern ermöglichen

Sowohl die Erfahrungen der Netzwerkschulen in Bezug auf den eigenen Veränderungsprozess an der Schule, als auch der grundsätzliche Nutzen von Netzwerkarbeit an sich soll an andere Schulen in den jeweiligen Bundesländern weitergegeben werden. Der Transfer guter Erfahrungen der Ganztagsschulen aus den Netzwerken in die Länder soll durch Impulse bei Fachveranstaltungen, über Fortbildungen, mittels Diskussionen in Steuergruppen und über die Rückbindung in vohandene oder noch zu schaffende Ländernetzwerke erfolgen.
Dazu trägt auch die umfassende Evaluation der Netzwerke durch das Kompetenzzentrum Soziale Dienste an der Universität Bielefeld bei. Die Evaluationsergebnisse, die im Sommer dieses Jahres vorliegen, werden dazu beitragen, die Ausschreibung und die Umsetzung der zweiten Runde des Netzwerks Ganztagsschule zu verbessern.