Kongressprogramm

 

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Veränderung als Chance sehen

Ganztagsschulen stehen inmitten aller bildungsreformischer Veränderungen und Anforderungen. Wenn Unklarheit darüber herrscht, wohin Veränderungsprozesse führen, kann dies Unsicherheiten wecken. Wie können von außen gesetzte Veränderungen wie Schulfusionen oder –schließungen als Chancen für Verbesserung oder Entlastung gesehen werden? Welche Anlässe für Veränderungen gibt es? Wie kann das Kollegium von der Notwendigkeit zur Veränderungen überzeugt und zum Mitmachen motiviert werden? Im Rahmen dieses Angebotes zeigen Praxisbeispiele, zu welchen positiven Entwicklungen das Einlassen auf Neues führen kann. 

Veränderung erfolgreich managen

Schule ist ein eigener Kosmos und hat nichts mit der Wirtschaftswelt gemein! Ist das richtig? Schulleitungen müssen Teams koordinieren, sie müssen Veränderungsprozesse gestalten, sie sind verantwortlich für die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und für die Kommunikation nach innen wie nach außen – all das sind klassische Führungsaufgaben, die sich kaum von der Tätigkeit eines Managers unterscheiden. Es soll diskutiert werden, welche Impulse aus der Wirtschaft für den Schulalltag fruchtbar sind, wie erfolgreiches Schulmanagement aussehen kann und welche konkreten Schritte gegangen werden können.

Lernkultur gemeinsam gestalten

Ganztagsschulen sind Gemeinschaftsprojekte. Um allen Kindern und Jugendlichen vielfältige Bildungsanregungen und gute Lernbedingungen zu ermöglichen, sollten sich Schüler, Eltern und außerschulischen Partnern aktiv an der Schulentwicklung beteiligen. Nur gemeinsam kann eine Lernkultur entstehen, die von Toleranz und Wertschätzung geprägt ist. Wie können Kooperationsstrukturen sinnvoll aufgebaut werden? Wie können Schüler und Eltern in die Ganztagsschulgestaltung eingebunden werden? Diesen und weiteren Fragen wird im Rahmen der angebotenen Workshops gezielt nachgegangen.

Psychologie der Veränderung

Wenn Altbewährtes und Vertrautes plötzlich abgeschafft werden, können Widerstände entstehen. Jede Veränderung ist ein neuer Lernprozess. Veränderung beginnt im Kopf, das heißt, man muss bereit sein, sich auf Neues einzulassen. Welche psychologischen Effekte hat Veränderung beim Einzelnen? Wie geht ein Team mit der Umgestaltung von Strukturen um? Wie kann das Wissen um psychologische Mechanismen dazu beitragen, Mut und Motivation zur Veränderung entstehen zu lassen?

Lebenswelt neu entdecken

Ganztagsschulkonzepte müssen sich in ihrer Qualität daran messen lassen, inwieweit sie sich an der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen orientieren. Dies schließt ein grundsätzliches Umdenken ein. Weg von der Frage: Wie muss das Kind oder der Jugendliche sein, um der Schule gerecht zu werden?
Hin zu der Frage: Wie muss die Schule sein, damit sie den Schülerinnen und Schülern gerecht wird. Wie muss der Tag an einer Schule aussehen, damit Kinder und Jugendliche ihren Taten- und Bewegungsdrang, ihr Ruhe und Chillbedürfnis, ihren Forscherdrang ausleben können? Wie, um Raum für Freunde und eigene Wege zu haben? Die Workshops unter dem Motto „Lebenswelt neu entdecken“ sollen einige dieser Ansätze beleuchten.

Bildungsgerechtigkeit

Die Startbedingungen von Kinder und Jugendlichen sind verschieden. Kinder und Jugendliche benötigen für ihre Entwicklung eine Vielfalt an Bildungsangeboten und die Chance, ihren eigenen Weg zu finden.  Wie kann Ganztagsschule Bildungsbenachteiligung wirkungsvoll ausgleichen? Wie kann die Vernetzung von Ganztagsschule mit anderen Partnern zur Förderung von Kindern und Jugendlichen beitragen?

Gesunde Entwicklung fördern

Ganztagsschule soll ein Raum sein, in dem sich Kinder und Jugendliche selbstbestimmt und sicher entwickeln können. Wie muss Schule gestaltet sein, damit sie dieser Aufgabe gerecht wird und ihren Schülerinnen und Schülern ein behütetes Aufwachsen bietet? Wie können Kinderschutz und Kinderrechte zentral in Schulprofil und –alltag einfließen? Wie sollten Präventionsmaßnahmen aussehen, um Heranwachsende vor sexueller Gewalt zu schützen? In den Workshops stellen Schulen ihre Lösungsansätze vor.

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Kongressprogramm - 28_10_2011.pdf673.97 KB