Foren auf dem Ganztagsschulkongress 2009

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„Qualität der Steuerung einer Ganztagsschule“

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Moderatoren

  • Andreas Knoke (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)
  • Sascha Wenzel („Quadratkilometer Bildung“)

Referent/in

  • Prof. Dr. Thomas Brüsemeister (Universität Gießen)
  • Lea Spillebeen (IfS Dortmund)

Eine nachhaltige Qualitätsentwicklung an Ganztagsschulen lässt sich nur in einem Wechselspiel von äußerer Anregung auf der einen und individuellem sowie kollektivem Lernen in der schulischen Alltagspraxis auf der anderen Seite entfalten: Top-down- und Bottom-up-Strategien müssen sich ergänzen und in „kultureller Passung“ zueinander angewendet werden. Wie können die unterschiedlichen Akteure im Bildungssystem, d.h. aus der Bildungspolitik, der -verwaltung, von Unterstützungssystemen, Ganztagsschulen und aus der Zivilgesellschaft, gemeinsam Verantwortung für die Verbesserung ganztägiger Bildungsangebote übernehmen? Wer steuert in welcher Rolle und mit welchem Mandat? Was sind Bedingungen und Instrumente für ein konstruktives Zusammenwirken aller Beteiligten?  Nach Antworten auf diese und andere Fragen rund um das Thema „Qualität der Steuerung“ suchen in diesem Forum gemeinsam Vertreterinnen und Vertreter aller Akteursgruppen.

„Qualität des Personals einer Ganztagsschule“

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Moderatorinnen

  • Bianka Pergande (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)
  • Bianca Kreid (Bildungsfenster Trier)

Referent/in       

  • Prof. Thomas Coelen (Universität Siegen, Fachbereich  Erziehungswissenschaft/Psychologie)
  • Katrin Kantak (Leiterin der Landeskooperationsstelle Schule - Jugendhilfe und des    
    Projektverbundes kobra.net - Kooperation in Brandenburg)

Vormittags Lehrerinnen und Lehrer, nachmittags das „weitere pädagogische Personal“? Paradoxerweise nehmen viele Lehrerinnen und Lehrer die Gestaltung des Ganztags als eine zusätzliche Anforderung an ihre eigene Professionsrolle wahr, obwohl faktisch nur wenige Lehrkräfte in den außerunterrichtlichen Angeboten aktiv sind. Dabei ist das pädagogische Arrangement ganztägiger Bildung die Gemeinschaftsaufgabe eines multiprofessionellen Teams. Dann heißt gute Personalentwicklung nicht nur, sich selbst weiter zu qualifizieren, sondern setzt auch gute Teamentwicklung, gegenseitige Unterstützung und Reflexion der gemeinsamen Arbeit voraus und bedeutet, von den Kolleginnen und Kollegen zu lernen.
Wie wird aus einer bunten Belegschaft von Lehrerinnen, Lehrern, Sozialpädagogen, Erzieherinnen und Angehörigen vieler weiterer Berufe ein multiprofessionelles Team? Was bedeutet „interprofessionelle Kompetenz“ für eine gemeinsame Verständigung über pädagogische Ziele, für die konzeptionelle Verbindung von Vor- und Nachmittag, für eine Kooperation auf Augenhöhe zwischen den verschiedenen pädagogischen und nichtpädagogischen Professionellen? Wie gelingt und wessen Aufgabe ist interne Personalentwicklung? Welches Handwerkszeug haben wir für die Teamentwicklung, Kommunikation, Transparenz, für Projekt- und Prozessmanagement? Welchen Beitrag leisten Unterstützungssysteme wie Aus- und Fortbildung sowie die Steuerung? Kurz: Wie gelingt die Gestaltung des Ganztags „aus einem Guss“ als professionelle und multiprofessionelle Koproduktion? Antworten auf Fragen wie diese und praktische Erfahrungen aus der Berufspraxis der Teilnehmenden werden in dem Forum „Qualität des Personals“ zusammengetragen.

„Qualität des Konzeptes einer Ganztagsschule“

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Moderatorinnen

  • Maren Wichmann (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)
  • Christa Wanzeck-Sielert (Universität Flensburg)

Referenten          

  • Dr. Otto Seydel (Institut für Schulentwicklung)
  • PD Dr. Hans-Peter Kuhn (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung) 

Anhand welcher Kriterien lässt sich die Qualität des Konzeptes einer Ganztagsschule erkennen? Wer kann wie genau die Qualitätsentwicklung unterstützten und befördern? Im Forum „Qualität des Konzeptes einer Ganztagsschule“ wird es darum gehen, die Antworten der verschiedenen Akteursgruppen in und um Ganztagsschule auf diese Fragen zu sammeln und in Beziehung zu setzen, etwa die der Schulleitung, der Schülerinnen und Schüler, der Bildungsadministration, Fortbildner und der Jugendhilfe.

Werkstatt „Entwicklung und Organisation von Ganztagsschulen“

IFS TU Dortmund

Referent/in

  • Ilse Kamski (TU Dortmund)
  • Thomas Schnetzer (TU Dortmund)

Die Werkstatt „Entwicklung und Organisation von Ganztagsschulen“ bietet seit Beginn des Programms „Ideen für mehr- Ganztägig lernen.“ das  Fortbildungsformat „Beratungssalon“ an. Hier ist es in einem immer wechselnden kleinen Kreis bis zu etwa 20 Personen möglich, spezielle Themen aus dem Bereich der Ganztagsschule anhand von einem kurzen Input zu erörtern, zu beraten und untereinander mit den anderen Teilnehmenden zu diskutieren. Sowohl die wissenschaftlich-fachliche Moderation des Werkstattteams als auch der thematische Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden untereinander ermöglicht vielfach eine neue Sicht auf eigene Fragestellungen und gibt gute Hinweise zur eigenen Weiterarbeit.
Um einen kurzen Einblick in das normalerweise ganztägige Veranstaltungsformat zu geben, bietet die Werkstatt „Entwicklung und Organisation von Ganztagsschulen“ auf dem diesjährigen Kongress einen kurzen Beratungssalon mit dem Themenschwerpunkt „Elternarbeit in der Ganztagsschule“ an.

Werkstatt „Schule wird Lebenswelt“ (Initiative für Große Kinder)

Moderatorin
Oggi Enderlein (Psychologin)

Geht durch ganztägige Schule kindliche Lebensqualität verloren, oder kann Ganztagsschule ein Ort sein, in dem Kinder nicht nur gut lernen, sondern wieder  mehr Raum und Zeit für ihre alterstypischen Bedürfnisse finden? Welche sind eigentlich die Bedürfnisse von Kindern im so genannten Schulalter und was haben sie mit einer gesunden Entwicklung zu tun? Ganztagsschule aus Sicht der Kinder zu sehen und ihre Belange einzubringen ist das Anliegen der „Werkstatt Schule wird Lebenswelt“,  die seit dem Beginn des Programms „Ideen für mehr! Ganztägig lernen.“ von der „Initiative für Große Kinder e.V.“ unterstützt und begleitet wird.
In einem kurzen Vortrag werden Ergebnisse neuerer Kindheitsforschungen zusammengefasst und der Frage nachgegangen, was Jungen und Mädchen zwischen etwa 6 und 13 Jahren brauchen, um sich nicht nur geistig sondern auch körperlich, sozial und emotional gut zu entwickeln. Im Austausch untereinander sollen daraus Folgerungen für eine entwicklungsfördernde, auch aus Kindersicht attraktive Ganztagsschule entwickelt werden.

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„Wie SchülerInnen in Kooperation mit GTS-Kollegien die Qualität ihrer GTS mitentwickeln können“

Moderator/in

  • Oggi Enderlein (Psychologin)
  • Vincent Steinl (SV-Bildungswerk)

Ist die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern zu zeitaufwendig? Birgt sie zusätzliches Konfliktpotenzial? Sind Schülerinnen und Schüler zu jung? Oder zu desinteressiert? Wann ist eigentlich das richtige Alter für Beteiligung? Sind die Ideen der Schülerinnen und Schüler realitätstauglich bzw. wissen diese eigentlich, was gut für sie ist? In diesem Diskussionsforum beschäftigen wir uns mit solchen Fragen und Vorbehalten. Es werden gelingende Beispiele aus verschiedenen Schulen vorgestellt. Darüber hinaus soll es Gelegenheit zum Austausch unter den Teilnehmenden geben. Moderiert wird das Forum durch Oggi Enderlein von der Werkstatt "Schule wird Lebenswelt" und von Vincent Steinl aus dem SV-Bildungswerk.

„Wie Eltern in Kooperation mit GTS-Kollegien die Qualität der GTS mitentwickeln können“

Moderator/innen

  • Inga Anhorn (Serviceagentur „Ganztägig lernen" Hessen)
  • Anne-Marie May (democaris e. V. )
  • Robert Roth Inga Anhorn (Serviceagentur „Ganztägig lernen" Hessen)

Referent/in

  • Hans Korndörfer (Bundeselternrat)
  • Sabine Käferstein (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)

Die Beteiligung der Eltern an Schulentwicklungsprozessen scheint ein unverzichtbares Qualitätskriterium guter Ganztagsschulen zu sein. Wie lassen sich nun aber konkret mögliche Bündnisse und Kooperationen zwischen Eltern, Schulleitung, Lehrern, aber auch Erziehern, Schülern und außerschulischen Partnern herstellen, um eine gemeinsame Antwort auf die Frage zu finden: „Welche Ganztagsschule wollen wir sein?“ Vertreterinnen und Vertreter des Bundeselternrates diskutieren mit den Forenteilnehmern. Moderiert wird das Forum von Frau Inga Anhorn und Herrn Robert Roth von der Serviceagentur Hessen.

„Wie Kooperationspartner gemeinsam mit GTS-Kollegien die Qualität von GTS mitentwickeln können“

Referentinnen

  • Tanja Klockmann (Serviceagentur „Ganztägig lernen“ Schleswig-Holstein)
  • Judith Strohm (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)
  • Harriet Völker (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)

Können Kooperationspartner/innen die Qualität von Ganztagsschulen mitentwickeln? In welchen Qualitätsbereichen sind sie gefragt? Was müssen sie dafür mitbringen? Welchen Raum haben sie dafür? Anhand von Beispielen aus Kooperationsprojekten zwischen Kultur, Jugendhilfe und Schule möchten wir in eine gemeinsame Diskussion einsteigen.
Referenten: Preisträger Schule 2009, Derya Takkali, Musiker und Vorsitzender des Kulturphonie e.V, Carsten Haack, Schulleiter der Theodor Storm Gemeinschaftsschule

Werkstatt „Schule ist Partner“

Steg Hamburg mbH

Referentin

  • Nadia Fritsche (Steg Hamburg mbH)

„Kommunen als Partner in der Schulentwicklungsplanung: Projekte in die Linie bringen“ Kommunen haben sich der Aufgabe angenommen, lokale Bildungslandschaften aufzubauen. Seit einiger Zeit nutzen sie die Chance, sich an Modellprojekten zu beteiligen, die dieses Ziel befördern. Wie lassen sich die darin gewonnenen Erfahrungen in die Arbeit der Verwaltung umsetzen? Die Werkstatt „Schule ist Partner“ lädt ein zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion von Strategien.

 

Datum: 07.12.2009
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