Salons

Salon auf dem Ganztagsschulkongress
(c) Piero / DKJS

Besonders für Vertreter und Vertreterinnen der Bundes- und Länderministerien, der Kommunen, der Jugendhilfe oder für Schulleitungen boten die Salons einen Rahmen, um sich zu grundsätzlichen Fragen der Bildungspolitik und der Steuerung von Bildungsprozessen auszutauschen. Kurze fachliche Impulse der Expertinnen und Experten eröffneten die fachlichen Diskurse in den sich anschließenden Gesprächsrunden. Dabei ging es im ersten Salon um die Öffnung von Schulen in den Sozialraum, um Kooperation und Bildungslandschaften und im zweiten Salon um das große Thema der Bildungsbenachteiligung und Bildungsgerechtigkeit.

Salon 1: „Öffnung von Schule in den Sozialraum, Kooperationen und Bildungslandschaften“

(c) Piero Chiussi / DKJS

„Bildungslandschaften“ gelten als Zauberformel, wenn es darum geht, Heranwachsende gut auf ihrem Weg von der Kita bis zum Beruf zu unterstützen und Kommunen zu einem neuen Profil zu verhelfen. Ganztagsschulen sind als kooperationserfahrene Schulen oft das Herzstück von Bildungslandschaften.

Kooperationspartner wie Sportvereine, Kinder- und Jugendhilfe, kulturelle Projekte und auch manche Eltern verbinden jedoch mit der Ganztagsschule auch die Befürchtung einer Vereinnahmung durch die Schule oder einer Verschulung der Kindheit.

Die Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) belegt eine Steigerung der Kooperationsaktivitäten von Schulen und eine zunehmende Vielfalt. Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Mitglied des StEG-Konsortiums, sieht in der Vielfalt der möglichen Ansätze einerseits den Erfolg des Ganztagsschulausbaus begründet, warnt aber andererseits vor „Konzeptionslosigkeit“, zu der fehlende länderübergreifende Qualitätsstandards führen könnten.

Was muss also passieren, damit sich eine Win-win-Situation für alle Beteiligten einstellt und Ganztagsschulen den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen unterstützen?

 

Freitag, 13:30 – 15:30 Uhr | Raum B 06/07

Moderation: Armin Himmelrath

Kornelia Haugg, Leiterin der Abteilung „Berufliche Bildung lebenslanges Lernen“ im BMBF

Klaus Hebborn, Deutscher Städtetag     

Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Deutsches Jugendinstitut (DJI)

Boris Brokmeier, Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe

Wilfried Kretschmer, Robert-Bosch-Gesamtschule Hildesheim

Bericht aus dem Salon

Salon 2: „Bildungsbenachteiligung und Bildungserfolg“

(c) Piero Chiussi / DKJS

Noch immer hat die Herkunft in Deutschland eine entscheidende Bedeutung für den Bildungsweg. Der Ausbau von Ganztagsschulen gilt als wichtiger Schritt beim Abbau herkunftsbedingter Benachteiligung. Die Erwartungen sind hoch: Verringerung sozialer Ungleichheiten, stärkere Kompetenzorientierung, größerer Lernerfolg.

Wie kann die Ganztagsschule das leisten? Wie können Rhythmisierung, Lernzeiten und lebensweltorientierte Angebote zum Ausgleich sozialer Unterschiede beitragen?
 

Freitag, 16:00 – 18:00 Uhr | Raum B 06/07

Moderation: Sandra Pfister

Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der DKJS

Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Hertie School of Governance

Barbara Riekmann, ehem. Schulleiterin der Max-Brauer-Schule Hamburg    

Kay Stöck, Schulleiter Stadtteilschule Stübenhofer Weg (Wilhelmsburg)

Bericht aus dem Salon