Diesterweg-Schule Koblenz

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Die Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen und sozial-emotionale Entwicklung besuchen 160 Schüler von der 1. bis zur 10. Klasse. Agentur für Arbeit, Handwerkskammer, Universität und Landesforstamt sind nur einige der zahlreichen Kooperationspartner. In den Gremien der Schule ist die Beteiligung von Schülern fest verankert. Das Schülerparlament berät gerade über die Gestaltung eines neuen Aufenthaltsraum für Schüler. Die Schulversammlung trifft sich einmal im Monat. Klassenrat und Schulelternbeirat sind weitere Institutionen, in denen Kinder, Jugendliche und Eltern  mitbestimmen. "Wir machen Schule für Schüler, deshalb freue ich mich über jeden Schüler, der Verantwortung übernimmt und aktiv am Schlulleben teilnimmt. Nur wenn wir uns alle einbringen, kann Schule wirklich leben!", ist Susanne Dreyer, örtliche Personalrätin an der Schule, überzeugt. Bei so viel Schülerbeteiligung im Alltag wundert es nicht, dass die Schüler auch bei der Gestaltung der Ganztagsangebote gefragt werden. Am Modellversuch "Demokratie leben und lernen" nimmt die Diensterweg-Schule als Hospitationsschule teil. Die Bereitschaft der Schüler, Verantwortung zu übernehmen, ist groß: Sie stellen die Schulsanitäter, begleiten Mitschüler auf ihrem Schulweg, haben Schülerpatenschaften übernommen, sind als Lesescouts und Streitschlichter aktiv. Einmal in der Woche putzen sie sogar gemeinsam ihr Klassenzimmer.

 

Homepage der Schule - www.diesterweg-schule.de

 

Das Beteiligungsbeispiel

Der Leiter der Theater-AG hatte die Idee, viele verschiedene AGs zu einem gemeinsamen Bühnenprojekt zusammenzuführen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen der Jugendlichen: Freundschaft, Konflikte, Gewalt, kulturelle Vielfalt. Unter dem Titel "Agro – eine Minute Mitleid", werden mehrere Stücke aufgeführt. Es geht um fieses Mobbing, um den Amoklauf zweier Schüler, um die Ermordung eines Lehrers. Die AGs Chor, Percussion, Theater, Textiles Gestalten, Schülerpresse, Tanz, Schulband, Neue Medien, Musik, Foto und einige weitere arbeiten erst für sich zu den Themen und führen dann ihre Ergebnisse zusammen. Die Schulleitung hilft bei der Koordination und räumt dem Projekt einen hohen Stellenwert in der Schule ein. Nicht immer gelingt es, dass bei den Proben alle dabei sind. Doch die Schüler sind begeistert: "Die Teilnahme an der Theater-AG macht uns Spaß, da wir an allen Entscheidungen beteiligt sind, alle Schritte mitbestimmen können und wir lernen, uns spielerisch darzustellen", erklärt André. Die Schülersprecherin ist stolz darauf, mit dem Theaterstück ihre Schule in Koblenz zu präsentieren. Im nächsten Schuljahr soll die Theater-AG weitergeführt werden, sie ist nun fester Bestandteil des Ganztagschulsprogramms.

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Tipps für Nachahmer

Regelmäßige Absprachen und kontinuierlichen Erfahrungsaustausch, Zuständigkeiten klar vereinbaren und für Informationsfluss sorgen, raten die Verantwortlichen allen, die auch so ein Mammutprojekt auf die Beine stellen wollen. Sie können sich für ein Gespräch oder eine Hospitation an die Diesterweg-Schule wenden. Materialien, Ideen und Impulse werden gerne weitergegeben.

 

Datum: 21.05.2008
Text: Christine Plaß
© www.ganztaegig-lernen.de