Salon 2: Qualitätskriterien und Qualitätsrahmen

Qualitätskriterien und Qualitätsrahmen
(c) Andi Weiland | DKJS "Auf dem Weg zur guten Ganztagsschule", Wolf Schwarz im Salon 2

Qualitätskriterien und Qualitätsrahmen können Ganztagsschulen Orientierung für die Weiterentwicklung geben. In den Bundesländern werden dabei unterschiedliche Wege gegangen: Während in Bayern unterschiedliche Qualitätsrahmen für gebundene und offene Ganztagsschulen gelten, setzt Hessen auf einen Qualitätsrahmen mit unterschiedlichen Profilen. Beide Qualitätsrahmen werden evaluiert. Sachsen hat ein umfangreiches sächsisches Qualitätsraster entwickelt. Worin liegen jeweils die Vorteile dieser unterschiedlichen Modelle und Vorgehensweisen und was lässt sich daraus für die Praxis anderer Länder ableiten?

 

Die Expertinnen und Experten:

Das sächsische Qualitätsraster – Die Balance von Eigenverantwortung und Rahmensetzung

Stephan Bloße, Technische Universität Dresden, Sachsen: In Zusammenarbeit zwischen dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus und der Technischen Universität Dresden ist ein Qualitätsraster entstanden, das sächsische Schulen bei der Entwicklung eines guten Ganztagsangebotes anleiten soll. Seit 2004 begleitet und evaluiert die Technische Universität den Ausbau der Ganztagsangebote an den sächsischen Schulen im Rahmen der Wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation der Förderung der Ganztagsangebote im Freistaat Sachsen.

 

Die Verknüpfung von Qualitätsrahmen und Evaluation – der Hessische Qualitätsrahmen

Wolf Schwarz, Hessisches Kultusministerium: Hessen verfolgt u.a. mit der Durchführung der Hessischen Ganztagsschulstudie (HeGS) seit vielen Jahren eine umfangreiche Evaluationsstrategie für ganztägig arbeitende Schulen. Der Hessische Qualitätsrahmen für die Profile ganztägig arbeitender Schulen sowie der Hessische Referenzrahmen Schulqualität bilden Grundlagen der Evaluation mit dem Ziel, die Anschlussfähigkeit der Evaluationsergebnisse an die hessischen Vorgaben zu gewährleisten.Wolf Schwarz leitet das Referat Innovation und Qualitätsentwicklung, individuelle Förderung, Ganztagsangebote, Unterricht in den Herkunftssprachen im Hessischen Kultusministerium.

 

Von der Rahmensetzung zur Praxis – der Qualitätsrahmen für offene Ganztagsschulen in Bayern

Michael Strehler, Kaiser-Heinrich-Gymnasium Bamberg, Bayern: Wie kommen Qualitätsstandards für Schulorganisation und Unterrichtsgestaltung in die Praxis? Als Schulleiter einer gebundenen Ganztagsschule weiß Michael Strehler, welche Auswirkungen der Bayerische Qualitätsrahmen für gebundene Ganztagsschulen auf die Konzeption des Ganztags und den Schulalltag hat.

 

Moderation:Nicola Andresen (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) und Henry Steinhäuser (Serviceagentur Ganztägig lernen Bayern)

 

Die Dokumentation des Beratungssalons 2 finden Sie hier.

Die Präsentation von Dr. Stephan Bloße finden Sie hier.