6. Ganztagsschulkongress

Das gemeinsame Motto war Raum für mehr – Qualität an Ganztagsschulen. Das Motto des Kongresses verwies zum einen auf den Raum als „dritten Pädagogen: Wie kann Architektur pädagogische Arbeit unterstützen? Zum anderen zielte es auf Ganztagsschule als erweitertem Handlungsraum: Wie können wir Schule zu einem guten Lern- und Lebensort für Kinder und Jugendliche entwickeln?

Die Veranstaltung im Berliner Congress Center bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Vielzahl an Foren, Vorträgen, Diskussionsrunden, Präsentationen guter Ganztagsschulen sowie aktuelle Filmbeiträge. Zusätzlich gab es eine Ausstellung, innerhalb derer sich zentrale Akteure des Bildungsbereiches und alle Bundesländer mit ausgewählten Schulen präsentierten. Besucherinnen und Besucher fanden in der Architekturlounge Modelle von innovativen Schulbauten und Raumnutzungen.

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Bundesbildungsministerin Annette Schavan bezeichnete das Ganztagsschulprogramm als einen „wichtigen Schritt auf dem Weg zur Ganztagsschule der Zukunft“. Jetzt gehe es darum, die Qualität der Bildung noch weiter zu verbessern. „Unser Ziel ist die beste pädagogische Qualität für unsere Ganztagsschulen.“ Vorläufige Ergebnisse der „Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen“ (StEG) haben nach den Worten der Ministerin gezeigt, dass Kinder und Jugendliche unterschiedlicher sozialer Herkunft gleichermaßen von dem Ausbau von Ganztagsschulen profitieren. „Damit wirken Ganztagsschulen der sozialen Ausgrenzung entgegen. Dies ist ein großer Erfolg im Kampf gegen die Bildungsarmut“, betonte die Ministerin.

 

Nach der Pressekonferenz besuchen Eva Luise Köhler, Anette Schavan und Henry Tesch die Ausstellungen auf dem Kongressgelände.

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In Kooperation mit den Düsseldorfer Rotary-Clubs Pempelfort & Schlossturm wurde das Tanzprojekt »Chance Tanz« im tanzhaus nrw gegründet. Unter der Leitung von Guido Markowitz erarbeitete die Powertruppe das Stück »Wilde Zeiten«.

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Eva Luise Köhler sprach ein Grußwort und eröffnete den Kongress. Als Schirmherrin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, ist sie überzeugt: „Die bisherigen Erfahrungen im Programm ‚Ideen für mehr! Ganztägig lernen.‘ sowie die Evaluation haben bescheinigt, dass die Servicestellen mit ihren regionalspezifischen Angeboten die Schulen merklich in ihrer Entwicklung unterstützen. Deshalb freut es mich besonders, dass das Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung fortgesetzt wird.“

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"Neben dem Ausbau weiterer Ganztagsschulen wird es die zentrale Aufgabe der nächsten Jahre sein, lokale und regionale Netzwerke aufzubauen, zu festigen und in ihren qualitativen und quantitativen Angeboten zu fördern. Die Ganztagsschule ist ein wesentlicher Schritt zur besseren, zur kontinuierlichen Entwicklung aller Kompetenzen aller Kinder und Jugendlichen. Damit sehe ich in der Ganztagsschule die Chance, umfassende Bildung lebendig werden zu lassen, als einen Ort der ganzheitlichen individuellen Förderung, der Förderung aller Begabungen", erklärte der Präsident der Kultusministerkonferenz, Minister Henry Tesch.

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Scala & Kolacny Brothers - öffnen

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Das offene Diskussionsforum steht unter dem Motto: Praxis
lernt von Praxis. 

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Prof. Dr. Heinz Günter Holtappels (Universitätsprofessor für Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt Bildungsmanagement und Evaluation, Leiter des Instituts für Schulentwicklungsforschung). Als Leiter der Werkstatt wurde durch ihn und seinem Team und auf der Grundlage der Rahmenkonzeption der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, vorhandenes Wissen und Erfahrungsbestände nutzbar gemacht, weiterführende Fragestellungen und Entwicklungsthemen bearbeitet und für die Praxis anwendbar aufbereitet sowie Foren für Interessierte, Multiplikator/innen und Expert/innen geschaffen. 

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Ministerialrat Wolf Schwarz, Referatsleiter Ganztagsschulen im Hessischen Kultusministerium diskutiert im Forum „Qualität des Personals einer Ganztagsschule“  

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Dr. Bernd Ebersold eröffnet als Geschäftsführer der Jacobs Foundation den Abendempfang. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und die Jacobs Foundation begleiten die Akteure vor Ort mit dem Programm Lebenswelt Schule bei der Entwicklung ihrer lokalen Bildungslandschaft. Die Stiftung richtet jährlich den Empfang aus. 

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Die Kongressteilnehmer setzen ihre Diskussionen am Abend fort.

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Jocelyn B. ist eine US-amerikanische Jazz-Sängerin.Ihr neuestes Projekt ist ein Begegnungskonzert von und mit jungen Menschen: Jocelyn B. Smith begleitet mit ihrer Musik die von Kindern selbst geschriebenen und gesprochenen Texte zum Thema »Wir, das Ich in Dir«.

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Prof. Dr. Jürgen Oelkers, Universität Zürich, Pädagogisches Institut spricht über das Selbstverständnis Ganztagsschulen.

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Wer bringt die Ganztagsschule in welchen Bereichen, mit welchen Zielen und Methoden voran? Wie gelingt es den Beteiligten, aus ihrer Schule eine bessere zu machen? Wie können Lern- und Lebensräume qualitativ und nachhaltig weiterentwickelt werden? Viele Workshops und Themen ziehen die Kongressteilnehmer in Diskussionen. 

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Ulrich Bosse, Primarstufenleiter der Laborschule Bielefeld

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Musikschulzweckverband Kon. Centus – Jugend Big Band Neubrandenburg

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Präsentation der Kongressergebnisse, Armin Himmelrath. Bildungsjournalist (u.a. Deutschlandfunk, Spiegel Online)

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Zusammenfassung: Kornelia Haugg BMBF, Abteilungsleitung „Berufliche Bildung, Lebenslanges Lernen“ und Dr. Heike Kahl Geschäftsführerin der DKJS

 

Datum: 12.12.2009
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